Rapid im Mittelpunkt

Aufteilung der TV-Gelder: Die Liga ist gespalten

Fußball National
10.12.2018 07:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Diskussionen um die finanzielle Aufteilung der TV-Gelder in der Bundesliga nehmen kein Ende. „Großverdiener“ Rapid steht dabei im Mittelpunkt. Ließ sich jemand von Grün-Weiß beeinflussen? Handelte die Bundesliga fahrlässig?

Zufall oder nicht, dass Freitagabend bei der Pressekonferenz der beiden Bundesliga-Vorstände Christian Ebenbauer und Reinhard Herovits als einziger Vertreter eines Klubs Rapids Geschäftsführer Christoph Peschek auftauchte, quasi „überwachte“, was die Liga zum Thema Neu-Verteilung der TV-Gelder zu sagen hatte.

In den Stunden zuvor war der Antrag der Admira (unterstützt von WAC und LASK), die TV-Gelder neu zu verteilen, mit den Stimmen von Rapid, Sturm, Innsbruck, Hartberg und Altach abgelehnt worden.

Rapid als Schuldiger?
Viele sehen in Rapid, das (als Publikumsmagnet zu Recht) am meisten von der seit Sommer gültigen Neu-Verteilung profitiert, den Hauptschuldigen, auch Sturm ist für viele ein „rotes Tuch“. Und Hartberg, das sich als „Kleiner“ mit wenig Geld zufriedengibt.

Theorien wie „finanzielle Zuckerln für Hartberg“ geisterten während der Liga-Weihnachtsfeier herum, der eine oder andere meinte auch, nicht verwundert zu sein, wenn Hartberg im Frühjahr Rapid-Leihspieler bekommen würde. Was die Vereine dementierten.

Keine glückliche Figur macht bei all dem die Liga. Der Vorwurf, dass die Klubs mit falschen Zahlen „gefüttert“ wurden, steht im Raum, Ebenbauer gab zumindest zu, „bei den Berechnungsmodellen nie Hartberg als Aufsteiger dabei gehabt zu haben.“ Eigentlich fahrlässig, das Ergebnis ist eine gespaltene Bundesliga!

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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