29.11.2018 16:02 |

Nach Monsanto-Deal

Pharma-Riese Bayer will 12.000 Stellen streichen

Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will im Rahmen eines massiven Einsparungsprogramms bis Ende 2021 weltweit 12.000 Stellen streichen. Der größte Teil des Stellenabbaus betreffe das Pflanzenschutzgeschäft und die übergreifenden Konzernfunktionen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mit. Ob es Auswirkungen auf den österreichischen Standort in Wien-Ottakring mit 230 Angestellten geben wird, ist noch unklar. Weltweit hat das Unternehmen rund 100.000 Mitarbeiter.

Die Effizienz- und Strukturmaßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des börsennotierten Konzerns steigern und einschließlich der erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme von 2022 an jährliche Beiträge in Höhe von 2,6 Milliarden Euro generieren. Gleichzeitig versicherte die Konzernleitung, dass mithilfe eines Zukunftssicherungsprogramms betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausgeschlossen seien. Weitere Teile des Sparprogramms sind die Trennung vom Geschäft mit Tiergesundheit, der Verkauf der Marken Coppertone und Dr. Scholl‘s sowie die Abgabe des 60-prozentigen Anteils an dem deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta.

Unangenehme Glyphosat-Klagen
Bayer hat derzeit gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. In den USA sieht sich der Konzern nach der Übernahme von Monsanto mit zahlreichen Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat konfrontiert. Die Kläger werfen dem von Bayer übernommenen US-Unternehmen Monsanto vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben. Bayer weist diese Vorwürfe entschieden zurück.

Nach dem ersten verlorenen Glyphosat-Prozess brach die Bayer-Aktie jedoch massiv ein. Auch im wichtigen Pharmageschäft hatte der Konzern zuletzt wenig erfolgversprechende Neuentwicklungen zu vermelden.

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