140 Meter „verloren“

Hitzesommer ließ Gletscher am Dachstein schmelzen

Steiermark
27.11.2018 17:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der heurige Hitzesommer hat auch für einen starken Gletscherschwund auf dem Dachstein an den Landesgrenzen von Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark gesorgt. Insgesamt sind 5,2 Millionen Kubikmeter Eis abgeschmolzen, in etwa so viel wie der Jahrestrinkwasserverbrauch der Städte Wels und Steyr. 

Das Land Oberösterreich hat wegen der Bedeutung der Gletscher als „Fieberthermometer des Planeten“ 2006 die gemeinsame Forschungstätigkeit von BlueSky Wetteranalysen und der Universität Innsbruck am Dachstein gestartet. Die heurige Bilanz ergibt mit einem Längenverlust von rund 140 Metern und erheblichen Rückgängen der Eisdicke die drittstärkste Schmelze seit dem Messbeginn 2007.

Winter gab Hoffnung - doch dann...
Der vergangene Winter war sehr schneereich. Obendrein war es vor allem im Frühwinter und im Jänner bis März kalt und sehr windig mit starken Schneeverfrachtungen. Er galt damit zunächst als „Hoffnungswinter“.

Doch Februar und März waren schon unterdurchschnittlich trocken. In der ersten Aprilhälfte erfolgte der Wechsel von Winter auf Frühsommer. Ab diesem Zeitpunkt war jeder Monat zu trocken. Zudem erlebte der Gletscher einen Hitzesommer, der zu der massiven Schmelze führte.

Zu warmer Herbst
Auch der Herbst war weitaus zu warm und zu trocken. Der Schwund des nicht mehr „ewigen Eises“ verschlechtert die Bedingungen für die Tourismusbetriebe am Berg, ebenso die Begehbarkeit der Wanderwege, Klettersteige und der Routen über den Gletscher.

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