Australian Open

Melzer/Petzschner, Marach/Kubot im Achtelfinale

Sport
22.01.2010 14:19
Österreich ist mit zwei Teilnehmern im Achtelfinale bisher auch bei den Australian Open seinem Ruf als starke Nation im Doppel nachgekommen. Jürgen Melzer fertigte am Freitag an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner die Italiener Potito Starace und Fabio Fognini 6:3, 6:2 ab und darf sich nun mit Bob und Mike Bryan, dem weltbesten Doppel, messen. Oliver Marach und der Pole Lukasz Kubot - die beiden sind im Bild zu sehen - besiegten das russisch-israelische Duo Igor Kunizin/Dudi Sela ebenfalls 6:3, 6:2.

Melzer/Petzschner, die beiden bisher letzten Einzel-Sieger des Wiener Stadthallenturniers, waren im Einzelbewerb beide in fünf Sätzen gescheitert und wollen sich nun im Doppel rehabilitieren. "Das macht richtig Spaß. Jetzt zeigen wir gegen die Bryans, was wir draufhaben", sagte Petzschner, der ein Abendmatch auf einem großen Court erwartet.

Marach und Kubot, als Nummer fünf gesetzt, sind auf dem besten Weg, ihr Halbfinale aus dem Vorjahr zu verteidigen und treffen in der Runde der letzten 16 auf die Sieger der Samstag-Partie zwischen Ivo Karlovic/Dusan Vemic (CRO/SRB) und der australischen Wildcard-Paarung Kaden Hensel/Greg Jones. Kubot steht auch im Einzel in Runde drei.

Clijsters gegen Petrowa chancenlos
Die Belgierin Kim Clijsters ist überraschend und glatt in Runde drei ausgeschieden. Die heuer noch ungeschlagen und als Nummer 15 gesetzt gewesene US-Open-Siegern unterlag der auf Position 19 geführten Russin Nadja Petrowa nach nur 52 Minuten 0:6, 1.6. Nach nur 22 gewonnenen Punkten sowie 28 unerzwungenen Fehlern war Clijsters ratlos, wusste für ihre Leistung keinen Grund.

Für die 26-Jährige war es die schlimmste Niederlage seit ihrem im vergangenen Sommer nach zweijähriger (Baby-)Pause gegebenen Comeback. Sie war mit einer 4:0-Bilanz in die Partie gegen die 27-jährige Petrowa gegangen, hatte zudem in der ersten Jänner-Woche den WTA-Titel in Brisbane geholt. Petrowa war dort in Runde eins ausgeschieden, nachdem sie schon einmal ihre Karriere hatte beenden wollen.

500. Sieg für Henin
Clijsters' Landsfrauen Justine Henin und Yanina Wickmayer erreichten hingegen das Achtelfinale, mussten aber jeweils über drei Sätze gehen. Die noch nicht in der Weltrangliste aufscheinende Henin mühte sich in ihrem zweiten Turnier nach ihrem Comeback mit Alisa Klejbanowa (Nr. 27) ab, ehe sie gegen die Russin in knapp zweieinhalb Stunden 3:6, 6:4 ,6:2 siegte. "Es war eine große Herausforderung, nach dem Rückstand zurückzukommen", sagte Henin nach ihrem 500. Karriere-Sieg. "Aber das liebe ich."

Mit der Serbin Jelena Jankovic (Nr. 8) durch ein 2:6,3:6 gegen die Ukrainerin Aljona Bondarenko (Nr. 31) und der Französin Marion Bartoli (11) durch ein 7:5,3:6,0:6 gegen die Chinesin Zheng Jie schieden zwei höher gereihte Spielerinnen aus. Die Russin Dinara Safina (2) besiegte die Britin Elena Baltacha locker 6:1,6:2.

Nadal mit Mühe weiter
Im Herrenfeld kam das Gros der Favoriten weiter. Titelverteidiger Rafael Nadal (2) hatte gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber (Nr. 27) beim 6:4, 6:2, 2:6, 7:5 aber mehr zu kämpfen als erwartet. Für Jürgen-Melzer-Bezwinger Florent Serra war in Runde drei gegen den Briten Andy Murray (5) Endstation, der Franzose unterlag 5:7, 1:6, 4:6. Murray spielt nun gegen den US-Amerikaner John Isner (Nr. 33), der 2,06-Meter-Mann eliminierte den Franzosen Gael Monfils (12) 6:1, 4:6, 7:6(4), 7:6(5).

Der Argentinier Juan Martin del Potro (4) kam durch ein 6:3,0:6,6:4,7:5 gegen den Deutschen Florian Mayer weiter, sein kroatischer Achtelfinalgegner Marin Cilic (14) setzte sich gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka (Nr. 19) 4:6, 6:4, 6:3, 6:3 durch.

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