Franzosen besiegt

Neue Holland-Euphorie: „Wer ist der Weltmeister?“

Fußball International
17.11.2018 13:22
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach dem 2:0-Sieg gegen Frankreich reitet das niederländische Nationalteam auf einer lange nicht gekannten Euphorie-Welle. Medien schreiben „Oranje“ bereits den Status einer baldigen Topmannschaft zu, der nun im abschließenden Nations-League-Spiel gegen Deutschland ein Remis reichen würde, um sich anstelle Frankreichs für das Final Four im nächsten Juni zu qualifizieren.

Nach dem hochverdienten Sieg gegen den Weltmeister war selbst Ronald Koeman glücklich überrascht: „Wir haben gezeigt, dass wir die Talsohle hinter uns gelassen haben, aber ich habe nicht erwartet, dass wir über die 90 Minuten so viel besser sein würden“, sagte der seit Februar als Bondscoach arbeitende Koeman. „Es wird schwierig werden, besser als heute gegen Frankreich zu sein.“

Sein Team bot einen starken Auftritt und hätte die Partie in Rotterdam gegen den wenig inspiriert aufgetretenen Weltmeister höher gewinnen müssen. Am Ende sorgte der Treffer von Georginio Wijnaldum kurz vor der Pause für die vorentscheidende Differenz, Memphis Depay verwertete in der 96. Minute noch einen Elfmeter zum Schlussstand. „Es war nicht unser Abend“, kommentiere Frankreichs Starstürmer Antoine Griezmann. „Wir waren nicht im Spiel drinnen, nicht zu Beginn des Spiels und auch nicht in der zweiten Halbzeit.“

Niederländische Medien kommentierten das Geschehen beinahe euphorisiert: „Als ob sie aus einem Brunnen voller Selbstvertrauen getrunken haben, so spielt sich das Oranje von Bondscoach Ronald Koeman zum Status einer Topmannschaft im Werden“, schrieb die Zeitung „de Volkskrant“ und fragte: „Wer ist eigentlich der Weltmeister?“ Das „AD“ wunderte sich über die klare Überlegenheit. Vor der Pause habe sich die Partie mehr angefühlt „wie Oranje gegen Albanien oder Island, als Oranje gegen den stolzen Weltmeister“, schrieb das Blatt.

Deutschland-Abstieg besiegelt
Dass die Niederlande mit dem Sieg just den Abstieg von Erzrivale Deutschland aus der A-Gruppe frühzeitig besiegelte, spielte gar keine große Rolle. Vielmehr wurde mit Freude und Genugtuung aufgenommen, dass die als Außenseiter in die Gruppe gestartete Elftal am Montag in Gelsenkirchen Platz eins fixieren könnte. „Wer hätte das vor ein paar Monaten gedacht?“, schrieb „de Volkskrant“.

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