Mo, 19. November 2018

Aufatmen in Kufstein

09.11.2018 20:12

Versuchte Entführung war nur eine Verwechslung

Große Erleichterung: Die vermeintliche Entführung eines 13-jährigen Buben in Kufstein entpuppte sich als Fehlalarm. Wie die Polizei am Freitagabend berichtete, habe sich ein Mann bei der Polizei gemeldet, der angab den Burschen verwechselt zu haben. Er sprach den 13-Jährigen an, weil er ihn für den Sohn eines Bekannten hielt. Der neben der Bushaltestelle geparkte Pkw hatte nichts mit der Sache zu tun.

Die Aufregung und Angst nach der vermeintlichen, versuchten Entführung eines 13-Jährigen in Kufstein war wie berichtet groß - denn die Aussagen des Buben schienen glaubhaft. Ein im Bus sitzender Freund beobachtete den Vorfall ebenfalls. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und ermittelte in alle Richtungen. Josef Gschwentner, Kommandant der Polizeiinspektion Kufstein, schien aber von Anfang an den richtigen Riecher gehabt zu haben. Denn schon am Freitagvormittag sagte er: „Ob überhaupt der Versuch des Verbrechens einer Entführung im Raum steht, ist nicht bewiesen. Vielleicht war es ein Bekannter der Familie, den der Bub in der kurzen und überraschenden Situation und Hektik nicht erkannte.“

Mann meldete sich nach Medienberichten
Der Polizist sollte recht behalten, denn im Laufe des Freitags meldete sich ein Mann bei der Polizei, der den 13-Jährigen angesprochen hatte. „Der Mann ging auf den Buben zu, weil er ihn für den Sohn eines Bekannten hielt“, erklärte die Polizei. „Dabei ist es zu einer Verwechslung gekommen, weil sich die beiden Buben ähnlich sehen“, so die Beamten weiter. Mann und Kind wurden umfangreich befragt - was zu einer vollständigen Klärung des Vorfalls führte.

Im Schreck Situation falsch gedeutet
„Der Bub hatte sich wohl erschrocken“, erklärte die Polizei auf „Krone“-Nachfrage, „und deshalb die Situation falsch gedeutet.“ Zum Glück „liegt oder lag aber kein strafbares Verhalten des Mannes und auch keine Gefährdung des Kindes vor.“ Auch der neben der Haltestelle geparkte Pkw hatte nichts mit der Sache zu tun. Der betroffene Mann besitzt gar kein Auto.

„Jede Meldung wird ernst genommen“
„Wir werden in den ersten Wochen des Schulbeginns jedes Jahr mit derartigen Meldungen konfrontiert, dass Kinder aus Fahrzeugen heraus zum Mitfahren angesprochen oder angelockt werden“, sagt Gschwentner. Meist löse sich der Verdacht aber zum Glück schnell auf. „Wir nehmen jede Meldung aus dieser Richtung ernst und stellen uns die Frage, ob die Aussage zuverlässig ist, die Beobachtungen stimmig sind oder die Personenbeschreibung passt“, schildert der Beamte.

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