Caster Semenya hatte im August 2009 in Berlin WM-Gold über 800 Meter gewonnen. Unmittelbar vor dem Finale waren Zweifel an ihrem Geschlecht aufgekommen; deshalb hatte die IAAF eine medizinische Expertise veranlasst. Bis der Geschlechtstest vorliegt und bewertet ist, gibt der Weltverband keinen Kommentar mehr zu dem komplizierten Fall ab. Dies hatte IAAF-Sprecher Nick Davies mehrfach betont. "Wir sind weiterhin in der gleichen Position wie zuvor", so Davies. Er könne derzeit nicht sagen, wie lange die Untersuchungen dauern werden.
Semenyas Trainer Michael Seme hatte erst am Mittwoch behauptet, dass die Läuferin im Februar wieder Wettkämpfe bestreiten wird. Dabei berief sich der Coach auf Semenyas Anwälte, die das allerdings relativierten. Das Management will die IAAF offenbar nicht brüskieren und die Entscheidung der Experten abwarten.
Die IAAF muss zunächst grundsätzlich klären, ob und wie Semenya ihre Karriere in der Leichtathletik fortsetzen kann. Das Schicksal der Athletin ist für den Sport ein Präzedenzfall, denn für die Teilnahme von intersexuellen Athleten gibt es bisher keine Regeln. Auch deshalb war die Mittelstreckenläuferin von der IAAF nicht suspendiert worden.
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