Di, 20. November 2018

Neueröffnung

01.11.2018 23:00

Dorfbeuern hat endlich wieder einen Nahversorger

Vier Jahre lang war das Besorgen von Lebensmitteln für die Bevölkerung von Dorfbeuern eine Tortur, ja ohne Auto schier unmöglich. Kein Wunder also, dass die Eröffnung des neuen Nahversorgers von allen bejubelt wurde. Etwas kurios: An diesem Standort wäre ursprünglich eine „MPreis“-Filiale geplant gewesen.

„Wir haben in den letzten Jahren alles Erdenkliche versucht, damit Dorfbeuern endlich wieder einen Nahversorger bekommt“, stand Bürgermeister Adolf Hinterhauser stets in regem Kontakt mit den Handelsketten.

Nach und nach sperrten die Greißler zu.  In der knapp 1600-Seelen-Gemeinde gab es  keine Möglichkeit mehr, die täglichen Besorgungen  im Ort zu erledigen. Weite Strecken nach Lamprechtshausen, Nußdorf oder Mattighofen musste die Bevölkerung auf sich nehmen. Vor allem für die älteren Mitbürger ohne Auto eine Mammutaufgabe. „Ein Taxiunternehmen wurde beauftragt, die Leute zu den Geschäften in den Nachbargemeinden zu chauffieren“, denkt der Ortschef ungern an diese Zeit zurück.

Mit der Eröffnung der „Billa“-Filiale kann  nach  vier  langen Jahren des Wartens wieder aufgeatmet werden.  9000 Artikel stehen auf 500 m2 zur Auswahl. „Die Region hat nach solch einem Markt gelechzt. 300 geladene Gäste  strahlten   am Starttag über das ganze Gesicht. Die Stimmung war  wie bei der Siegerehrung einer Sportveranstaltung“, spricht Hinterhauser von einer Volksfest-Atmosphäre.

Mit dem Standort im geografischen Mittelpunkt der Gemeinde direkt an der L207  und der L221 hat man ins Schwarze getroffen. Im Gegensatz zu der Lage im historischen Ortsteil Michaelbeuern ist hier viel Durchzugsverkehr. Ein Volltreffer für eine Pendlergemeinde mit kaum Arbeitsplätzen.

„Die Vorgabe der Raumordnung war, den Markt  extrem landschaftsschonend zu bauen. Die Planung und der Bau gestalteten sich äußerst aufwändig. Somit ist es wohl  der teuerste Billa-Bau im Land“, bestätigt Adolf Hinterhauser.

Abt entschied sich gegen „MPreis“

Es handelt sich um einen Betonkörper im Hang mit einer Holzfassade und einem naturbegrünten Dach. Das Konzept samt der Entwicklung des Standortes  stammte ursprünglich  von der Supermarktkette „MPreis“.   „Die Fläche gehört der Benediktinerabtei. Abt Johannes Perkmann hat  beschlossen, das Baurecht der Billa zu erteilen“, erklärt der Ortschef. Der Abt dazu: „Die Vertragsbedingungen waren  besser.“

Sandra Aigner
Sandra Aigner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
OeNB-Boss verärgert
Bankenaufsicht geht von Nationalbank an FMA
Österreich
„Prorussische Haltung“
USA teilen wegen FPÖ weniger Geheiminfos
Österreich
Ermittlungen laufen
Wettbetrug? Liverpool-Star Sturridge im Fokus
Fußball International
Rutschiges Vergnügen
Auch Vierbeiner wollen manchmal einfach nur Spaß
Video Viral
Holland-Star tröstet
Traurig! Schiri erfuhr in Pause vom Tod der Mutter
Fußball International
Australiens Superstar
Rekordtorschütze Cahill beendet Teamkarriere
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.