Abschuss verweigert:

Polizisten als „Cowboys“

Burgenland
31.10.2018 08:36

Ein ungarischer Rinderhirte rief bei der Polizei in Horitschon an und meldete sieben entlaufene Graurinder. Es folgte eine „Großfahndung“ nach den Tieren. Einen Abschuss verweigerten die Beamten.

Bereits am Sonntag entliefen dem ungarischen Landwirt Istvan K. seine Rinder im Hottergebiet von Deutschkreutz, gemeinsam mit Kollegen versuchte er noch selbst, die Zuchttiere einzufangen - aufgrund der einbrechenden Dunkelheit aber ohne Erfolg.

Am nächsten Tag wurden die Einsatzkräfte der Polizei in Horitschon informiert und um Hilfe gebeten. Der Rinderhirte bat die Beamten schließlich auch, den Leitbullen zu erschießen, sonst könne er die Herde wohl nicht sicher einfangen. Beamte der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf verweigerten diesen blutigen Auftrag und wiesen den Besitzer an, die Tiere auch ohne Abschuss einzufangen. Zwischenzeitlich wurde nebenbei auch die örtliche Jägerschaft alarmiert. Gemeinsam mit 20 ungarischen Helfern wurde anschließend eine „Großfahndung“ in einem Waldstück organisiert. Fünf Stück Vieh wurden mittlerweile gefunden und bereits zurück nach Ungarn transportiert. Eine Kuh und ihr Kalb sind derzeit aber noch spurlos verschwunden. Die Suche nach ihnen läuft weiter, auch Ermittlungen gegen den ungarischen Besitzer der Tiere wurden angeordnet.

Josef Poyer & Christian Schulter, Kronen Zeitung

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