11.01.2010 12:51 |

"Quantensprung"

Eistraum zum 15-Jahr-Jubiläum so groß wie nie zuvor

Ist das politische Parkett im Inneren des Rathauses mitunter eine rutschige Angelegenheit, lockt seit Jahren auch vor dem Rathaus eine spiegelglatte Fläche die Besucher an: Der Wiener Eistraum feiert heuer sein 15-Jahr-Jubiläum und präsentiert sich in bis dato ungekannter Größe von 5.600 Quadratmetern, 1996 waren es noch lediglich 1.800 gewesen. Zu diesem Zweck wurde heuer als Premiere auch der nördliche Teil des Rathausparks für die Veranstaltung erschlossen.

Bisher durchwand die schmale Eisbahn namens Traumpfad nur den südlichen Teil des Rathausparks. Nun kommt auch der Norden mit einer 190 Meter langen Schleife hinzu: Damit verlängert sich der zum 10-Jahres-Jubiläum eingeführte Traumpfad auf 600 Meter und unterquert dabei erstmals zwei Brücken, über die man ins Areal gelangt. Zudem weicht die Hauptfläche vor dem Rathaus heuer von ihrer rechtwinkligen Form ab und nimmt gewellte Strukturen an.

Eistraum refinanziert sich zu 117 Prozent
Als "Quantensprung in der Geschichte der Veranstaltung" bezeichnete Sportstadtrat Christian Oxonitsch (SP) am Montag die Jubiläumspläne bei der Präsentation: "Damit ist der Eistraum die größte mobile Eislandschaft der Welt." Und diese ist für die Stadt alles andere als eine finanzielle Rutschpartie: Die Stadt Wien kann alle investierten Steuergelder in der Höhe von 490.000 Euro durch unmittelbare Steuerrückflüsse - zu 117 Prozent - refinanzieren.

400.000 eislaufende Besucher jährlich
Schließlich besuchen jährlich 400.000 Menschen den Event. Laut einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien sind 73 Prozent davon Wiener, 15 Prozent kommen aus dem Ausland. Dabei scheint der Eistraum gerade auf Stubenhocker aktivierend zu wirken, zumal 78 Prozent der befragten Wiener angeben, dass der Eistraum die einzige Sport- und Freizeitaktivität ist, die sie ausüben. Der innerstädtische Freiluft-Eislaufplatz steht deshalb täglich von 9 bis 23 Uhr offen.

Toilettenangebot massiv aufgestockt
Eine Tageskarte kommt heuer auf 6 Euro, Kinder bis 14 Jahre und Senioren zahlen 4,50 Euro, Kinder bis zum Volksschulalter laufen überhaupt gratis. Für Eisstockschützen stehen wieder sechs Bahnen zur Verfügung. Wer keine Schlittschuhe sein Eigen nennt, kann aus 1.200 Paar Leih-Exemplaren wählen. Übrigens: Was die traditionell angespannte Toilettensituation anbelangt, soll es nach Angaben der Organisatoren durch die Bereitstellung von sieben zusätzlichen Damentoiletten und einen Wickelraum keine Engpässe mehr geben.

Die offizielle Eröffnung der Gesamtanlage geht am Abend des 21. Jänner bei freiem Eintritt über die Bühne, bis zum 7. März kann man dann auf dem Rathausplatz durchgehend die Kufen zum Glühen bringen.

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