Di, 20. November 2018

Epizentrum Zakynthos

26.10.2018 08:07

Schweres Seebeben reißt Griechen aus dem Schlaf

Ein starkes Seebeben im Ionischen Meer hat am frühen Freitagmorgen Griechenland erschüttert und viele Menschen aus dem Schlaf gerissen. Das Zentrum des Bebens lag nach Messungen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos und hatte eine Stärke zwischen 6,6 und 6,9. Zwei Menschen sind leicht verletzt. Zu spüren war das Beben in ganz Griechenland, auf Malta, in Albanien und Süditalien sowie entlang der Westküste der Türkei.

„Es war ein sehr starkes Beben“, sagte der Bürgermeister von Zakynthos, Pavlos Kolokotsas, im griechischen Rundfunk. Verängstigte Menschen stürzten zu Tausenden auf die Straßen und suchten Zuflucht in Parks. Viele verbrachten die Nacht in ihren Autos. Die Schulen werden am Freitag geschlossen bleiben und sollen von Statikern kontrolliert werden. „Schwere Schäden haben wir aber nicht“, so der Politiker.

Zwei Menschen wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Bewohner von Zakynthos berichteten, der Strom sei in weiten Teilen der Insel ausgefallen. „Wir sind mit unseren Kindern jetzt in den Autos. Die Menschen haben Angst. Ich sehe Schäden an den Wänden der Häuser hier“, sagte ein Augenzeuge dem griechischen Nachrichtensender 90,1.

Langer Riss am Hafen Zakynthos
Örtliche Medien berichteten, das Beben habe Teile des Hafens von Zakynthos beschädigt. Es wurden Fotos eines langen Risses entlang der Hafenpromenade gezeigt. Der Betrieb sei aber normal weitergelaufen. Zudem soll ein Kloster auf der Kleininsel Strofadi Schaden genommen haben.

„Es war ein starkes Beben im Ionischen Meer“, sagte der Geologe Efthymios Lekkas im griechischen Rundfunk. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund 44 Kilometer westlich von Zakynthos in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern unter dem Meeresboden. „Es gab mehrere Nachbeben“, fügte Lekkas hinzu. Eine nennenswerte Flutwelle entstand griechischen Seismologen zufolge nicht, sodass kein Anlass zu einer Tsunami-Warnung bestand.

Die auch bei Urlaubern beliebte Insel Zakynthos liegt vor der Westküste Griechenlands im Ionischen Meer. Unter Griechenland verlaufen zwei tektonische Platten, Erdbeben kommen deshalb häufig vor.

 krone.at
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