Mi, 16. Jänner 2019

Verleihung in Berlin

20.10.2018 04:30

Sepp Eisl ist „Der Biolandwirt des Jahres“

Sepp Eisl und seine Familie haben es geschafft - sie wurden in Berlin als „Biolandwirte des Jahres“ geehrt. Der „CeresAward“ ist die höchste landwirtschaftliche Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. Bis sechs Uhr früh wurde ausgiebig gefeiert.

„Ich bin am Freitag um 6 Uhr ins Bett gegangen. Um 10 Uhr stand schon wieder das nächste Fotoshooting an. Mein Sohn flog schon um 7 wieder zurück nach Salzburg, er hatte Termine“, erzählt Schafmilchbauer Sepp Eisl, wie ausgiebig der grandiose Erfolg gefeiert wurde.

Bereits zum fünften Mal wurde am 18. Oktober in Berlin der „Ceres Award“ verliehen. Noch nie zuvor war ein Salzburger unter den Nominierten. „agrarheute“, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich, würdigte mit der Gala Landwirte, die Außergewöhnliches leisten und täglich nachhaltig für Mitmenschen, Tiere und Umwelt wirtschaften.

„Wir haben unsere Erwartungshaltung bei solch starken Mitbewerbern gering gehalten. Das war absolut keine g’mahte Wiese. Im Gegenteil, es war eine große Ehre, überhaupt nominiert zu sein“, gibt sich Eisl bescheiden.

Auf den Event aufmerksam gemacht wurde er vom „Salzburger Agrarmarketing“. In letzter Minute wurde die Bewerbung eingereicht. Professionell, wie ihn seine Freunde und Geschäftspartner kennen, hatte die Familie die benötigten Unterlagen schnell zusammen. Eine große Chance rechnete sich zu diesem Zeitpunkt jedoch niemand aus, schließlich haben sich 180 Landwirte für den Award, der nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit benannt ist, beworben.

Von der Nominierung haben die Eisls im Juni erfahren. Ein Kamera-Team samt Fotograf reiste von Deutschland in das beschauliche Abersee. Das Video mit Einblicken in den betrieblichen Ablauf wurde bei der Gala präsentiert.

Eine Jury aus Fachleuten prüfte genau, ob alle Angaben stimmten. Insgesamt 30 Nominierten wurde vom Norden Deutschland über Luxemburg bis nach Österreich und Südtirol ein Besuch vor Ort abgestattet, um sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Zum Sieg verhalfen den Eisls das nachhaltige, generationenübergreifende und gut durchdachte Konzept sowie die Ausstrahlung auf die Region.

„Es waren extrem gute Betriebe dabei. Bewundernswert etwa sind Biolandwirte, die von Null auf, ohne je einen Quadratmeter Grund geerbt zu haben, mit der Landwirtschaft begonnen haben und diese aus tiefstem Herzen betreiben“, lobt der frisch gekürte Biolandwirt des Jahres seine Kollegen.

Auch der Gesamtsieg ging nach Österreich, genauer gesagt an den Pionier Tobias Ilg aus Vorarlberg - ein Bauer, der viel mit Biomasse und Energie arbeitet.

Den Freitag nutzte die Familie noch für ein Sightseeing durch Berlin. Die Besichtigung des Fernsehturms und des Bundestages standen ganz oben auf der Liste. Heute fliegen die sympathischen Aberseer wieder nach Hause.

„Die Verleihung war ein spannender Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Die Trophäe, die mit 1000 Euro dotiert ist, sehen wir als Ehre an. Uns freut es mehr, dass wir uns zu den Besten zählen können“, so Sepp Eisl.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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