Di, 13. November 2018

„Alarmstufe Rot“

15.10.2018 17:46

Chaos und Tote nach Unwetter in Frankreich

Bei heftigen Unwettern mit Überschwemmungen in Südwestfrankreich sind nach Angaben der Rettungskräfte mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Allein in dem kleinen Ort Villegailhenc im Departement Aude seien nach den starken Regenfällen in der Nacht auf Montag vier Menschen in den Fluten gestorben, teilten die Behörden mit.

In dem Departement gilt seit dem Morgen die Alarmstufe Rot. In den Gemeinden rund um den Hauptort Carcassonne hinterließen die Wassermassen eine Spur der Verwüstung.

600 Feuerwehrleute im Dauereinsatz
Bilder aus der Region zeigen zerstörte Straßen und von den Wassermassen mitgerissene Autos. Die Rettungskräfte waren in der Nacht auf Montag im Dauereinsatz. Die Regierung entsandte 600 Feuerwehrleute und Hubschrauber in die Region.

Wasser erreichte höchsten Stand seit Jahren
Sie sollen insbesondere die Rettungseinsätze entlang des Flusses Aude unterstützen, der nach dem Starkregen massiv über die Ufer getreten war. Nach Angaben des Hochwasser-Informationsdiensts Vigicrues hatte das Hochwasser im Tal des Flusses zuletzt 1891 eine solche Höhe erreicht.

Sorge um Damm
Rund tausend Menschen wurden aus der Gegend um die Ortschaft Pezens in Sicherheit gebracht. Die Behörden fürchteten, dass ein nahe gelegener Damm den Wassermassen nachgeben könnte.

Flusspegel stieg um acht Meter
In Carcassonne waren innerhalb von fünf Stunden zwischen 160 und 180 Millimeter Niederschlag gefallen. In der Stadt Trebes in der Nähe von Carcassonne stieg der Pegel der Aude innerhalb von fünf Stunden um acht Meter, wie die Behörden mitteilten.

„Das Wasser ist überall“
Unter den Einwohnern des besonders von den Überschwemmungen betroffenen Ortes Villegailhenc herrschte am Montag Verzweiflung. „Das Wasser steht in unserem Haus, das Wasser ist überall. Alles ist überschwemmt, überall im Dorf“, sagte Helene Segura. Eine Brücke sei eingestürzt, überall seien Feuerwehrleute im Einsatz.

Das Unwetter war die Folge des Zusammenstoßes einer Front warmer und feuchter Luft aus dem Mittelmeer mit kälterer Luft aus dem französischen Zentralmassiv. Überschwemmungen trafen die gesamte Region zwischen den östlichen Pyrenäen und dem weiter nordöstlich gelegenen Departement Aveyron.

 krone.at
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