Di, 13. November 2018

Gründung in Tirol

14.10.2018 13:00

Nun hat auch die Industrie ihre Westachse

Nach der Politik hat nun auch die Industrie ihre Westachse gegründet. Bei einem Treffen in Wattens haben IV-Präsident Christoph Swarovski und seine Kollegen Martin Ohneberg (Vorarlberg) und Peter Unterkofler (Salzburg) die Industrie-Westachse aus der Taufe gehoben. Die „Krone“ war bei der Gründung dabei.

Auch wenn der Tourismus in den westlichen Bundesländern ein wichtige Rolle spielt: Die Industrie ist ein nicht wegzudenkender Faktor. Das zeigen auch die Zahlen. „Die Industrie ist der deutlich dominierende Wirtschaftssektor. Tirol liegt dabei mit einer industriellen Wertschöpfung von 28,2 Prozent zwischen Vorarlberg mit 38,3 und Salzburg mit 23,7 Prozent“, erklärte Tirols IV-Präsident Christoph Swarovski anlässlich der Gründung der Industrie-Westachse. Auch den innerösterreichischen Vergleich brauche die Westachse nicht scheuen. „Wir liegen mit unserer Industriequote über dem Österreichschnitt von 27,7%. Auffallend ist der deutlich geringere Anteil des öffentlichen Sektors mit 15,3% im Vergleich zu Österreich inklusive Wien mit 17,7 % und ohne Wien mit 16,9%“, zeigt Christoph Swarovski auf.

Wertschöpfung beträgt 1,2 Billionen Euro
Hinzu kommt, dass die drei Bundesländer Tirol, Salzburg und Vorarlberg mit ihren Nachbarn - im Norden mit Bayern und Baden-Württemberg, im Westen mit der Ostschweiz und Liechtenstein und im Süden mit Südtirol - die elftgrößte Volkswirtschaft der Welt bilden (1,2 Billionen Euro Brutto-Wertschöpfung).

Arlberg und Deutsches Eck als Hürden
Gerade für die westlichen Bundesländer sei es wichtig, Infrastrukturprojekte (Ausbau des Bahn- und Straßennetzes, Wasserkraftwerke, Glasfasernetze) zügig umzusetzen. Deshalb erwarten sie eine positive Haltung der Länder zum Standortentwicklungsgesetz des Bundes mit der dringend notwendigen Beschleunigung der UVP-Verfahren. Eine Hürde für noch stärkere Vernetzung sind Verkehrsbarrieren, wie sie das deutsche Eck oder der Arlberg immer noch darstellen.

EIn Campus für Industrie und Digitalisierung
Die IV-Chefs sehen auch in Bildungs- und Fachkräftefragen erhebliches Potenzial für eine bessere Vernetzung. Bildung sei im Zeitalter der Digitalisierung der Schlüssel für Wohlstand. Hier soll auch das Stift Fiecht, das Swarovski ja erworben hat und mit seinen Kollegen ebenfalls besuchte, künftig eine wichtige Rolle spielen. Ein Campus für „Digitalisierung und Industrie“ ist dort geplant.

Markus Gassler
Markus Gassler

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