Mi, 19. Dezember 2018

Gyroskop ausgefallen

09.10.2018 11:20

Weltraumteleskop „Hubble“ seit Tagen außer Betrieb

Das Weltraumteleskop „Hubble“ ist seit Tagen außer Betrieb. Das Observatorium, das bereits seit 1990 im All ist, wurde wegen eines technischen Problems am Freitag in den „Sicherheitsmodus“ versetzt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA am Montag mitteilte. Grund ist der Ausfall eines sogenannten Gyroskops, das das Teleskop im Weltraum ausrichtet und stabilisiert.

„Hubble“ wird nach NASA-Angaben nun so lange in eine „stabile Konfiguration“ versetzt, bis die Bodenkontrolle das Problem beheben und wieder den Normalbetrieb starten kann. Die stellvertretende Missionsleiterin Rachel Osten berichtete via Twitter von einem „stressigen Wochenende“.

Die NASA-Techniker versuchen ihren Angaben zufolge, das ausgefallene Gyroskop wieder in Betrieb zu nehmen. „Hubble“ verfügt eigentlich über sechs Gyroskope zur Lageregelung im All, von denen zuletzt noch drei in Betrieb waren und nun nur noch zwei funktionieren.

Teleskop weiterhin „voll einsatzfähig“
Laut NASA könnte „Hubble“ theoretisch auch mit nur einem Gyroskop betrieben werden. Zwar könne das Teleskop dann nur noch einen kleineren Himmelsausschnitt beobachten, die Auswirkungen seien aber insgesamt „relativ gering“. Die Beobachtungsinstrumente von „Hubble“ seien weiterhin „voll einsatzfähig“ und könnten noch jahrelang „exzellente“ wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, betonte die US-Raumfahrtbehörde.

Das „Hubble“-Teleskop wurde gemeinsam von der NASA und der Europäischen Weltraumagentur ESA entwickelt. Seit seinem Start im April 1990 hat „Hubble“ mit atemberaubenden Bildern aus dem All die Astronomie revolutioniert. Seine Aufnahmen von den Planeten unseres Sonnensystems, aber auch von fernen Galaxien, Supernova-Explosionen und planetarischen Nebeln haben auch Laien einen völlig unerwarteten Blick auf das Universum eröffnet.

Allerdings verlief die Geschichte des Weltraumteleskops nicht pannenfrei. Schon kurz nach dem Start zeigte sich, dass sein Hauptspiegel nicht korrekt geschliffen war. Das Ergebnis waren unscharfe Bilder. Behoben wurde der Fehler 1993 durch eine Spaceshuttle-Mission. „Hubble“ soll noch mindestens bis zum März 2021 weiter arbeiten und durch das neue „James Webb“-Weltraumteleskop (Bild oben) abgelöst werden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Überfall in Ottakring
Elf Jahre Haft für zwei Beteiligte an Postraub
Österreich
Deutsche Bundesliga
Dortmund-Pleite, Hinteregger nach Tor verletzt out
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:0 gegen Nürnberg! Gladbach nicht zu stoppen
Fußball International
Vertrag bis 2019
Ibrahimovic bleibt bei Los Angeles Galaxy
Fußball International
Der krone.at-Talk
Ist das Weihnachtsfest noch zu retten?
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.