Rallye Dakar

Schwerer Unfall bei Auftakt-Etappe – Zuschauerin tot

Sport
03.01.2010 09:20
Der erste Tag der Rallye Dakar 2010 ist am Samstag von einem schweren Unfall überschattet worden, bei dem eine Zuschauerin getötet wurde. Der deutsche Pilot Mirco Schultis war mit seinem Auto in eine Zuschauergruppe gerast und hatte mehrere Menschen verletzt. Eine 28 Jahre alte Frau starb wenig später im Krankenhaus, teilte der Arzt Norberto Brusa in Córdoba im Fernsehen.

Die Frau habe schwere Verletzungen an Kopf und Rumpf erlitten. Ein 24-Jähriger habe sich ebenfalls schwere Verletzungen zugezogen und musste operiert werden. Ein Bub befinde sich in einem Kinderkrankenhaus, zwei weitere Menschen hätten leichtere Verletzungen erlitten.

Schultis war Medienberichten zufolge in einer Kurve von der Straße abgekommen und in die Zuschauergruppe gerast. Es habe sich um einen Streckenabschnitt gehandelt, der nicht für Zuschauer zugelassen worden war, erklärten Sprecher der Rallye-Leitung. Dagegen berichteten Medien, die Opfer hätten von ihrem eigenen Grundstück aus die Rallye-Fahrzeuge beobachtet.

Unglückspilot bricht die Rallye ab
Schultis hat nach seinem tödlichen Unfall Medienberichten zufolge das Rennen aufgegeben. Das Fernsehen zeigte ein Foto des Deutschen, dass ihn direkt nach dem Unfall geschockt zeigt. Zeugen berichteten, der Rallye-Pilot habe nach dem Unfall verzweifelt versucht, so schnell wie möglich Hilfe für die Opfer zu organisieren und sei tief erschüttert gewesen.

Roma und Casteu nach 1. Etappe in Führung
Nach der ersten Etappe liegen der Spanier Juan "Nani" Roma im BMW X3 und der französische Motorrad-Pilot David Casteu auf einer Sherco in Führung. Der 37-jährige Roma fuhr einen Vorsprung von 2:07 Minuten auf seinen Landmann Carlos Sainz (Video-Interview startest du mit einem Klick auf den Play-Button) im favorisierten VW Touareg heraus. Der französische Rekordsieger Stephane Peterhansel in einem weiteren BMW folgte auf Rang drei (2:50 zurück), Vorjahressieger Giniel de Villiers (VW) kam mit 4:31 Min. Rückstand als Fünfter ins Ziel. 

Bei den Motorrädern setzte sich Casteu mit nur drei Sekunden Vorsprung auf Cyril Despres (KTM) und zwölf Sekunden vor dem zweifachen Dakar-Sieger und Titelverteidiger Marc Coma (KTM) durch.

Tiroler Freinadametz als 75. im Ziel
Der unter rumänischer Flagge startende Österreicher Martin Freinademetz kam auf der um 52 auf 199 km verkürzten Etappe von Buenos Aires nach Cordoba mit 24:32 Minuten Rückstand als 75. ins Ziel. Der ehemalige Snowboard-Profi nützte den Prolog und die erste Etappe, um sich an seine KTM 690 Rallye zu gewöhnen. "Ich hatte an den beiden Tagen 900 km lang Zeit, mich mit dem Gerät auseinanderzusetzen, damit ich mit Beginn der technisch anspruchsvolleren Etappen auch wirklich gut vorbereitet bin", erklärte der 40-jährige Tiroler.

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