Fr, 14. Dezember 2018

Chef vor Gericht:

02.10.2018 15:16

Mit fingierten Autoschäden Versicherungen geprellt

Eine goldene Nase wollte sich ein Unternehmer mit Werkstätten in Niederösterreich und im Burgenland verdienen - freilich mit illegalen Mitteln. So rechnete der Chef bei Versicherungen angebliche Reparaturen ab, die es nie gab. Zudem fingierte jahrelang er Schäden an Autos. Das Urteil: ein Jahr bedingt plus Geldstrafe.

Eine eingespieltes Team an Komplizen hatte der heute 60-jährige Unternehmer mit Werkstätten in den Bezirken Wiener Neustadt und Eisenstadt um sich geschart. Seine Helfer sollen Unfälle mit Autos fingiert und dann teure Reparaturen gegenüber Versicherungen abgerechnet haben. Eine weitere Masche waren überhaupt völlig erfundene und verrechnete Schäden an zahlreichen Fahrzeugen. Und in einigen Fällen wurden tatsächliche Schäden auf dem Papier plötzlich schlimmer, als sie tatsächlich waren.

Irgendwann wurden jedoch die Sachbearbeiter der Assekuranzen auf die auffällige Häufung von verdächtigen Fällen aufmerksam und schalteten die Polizei ein - Volltreffer.

Der kriminelle Geschäftsführer musste sich deshalb vor Gericht verantworten und kam vorerst mit einem außergerichtlichen Vergleich davon: gegen Zahlung von knapp 2000 Euro Strafe und Schadenersatz an die geprellten Versicherungen wäre das Verfahren eingestellt worden. Das hätte dem Mann eine sogar Vorstrafe erspart.

Doch diesen Auflagen kam der Beschuldigte nicht nach - und saß deshalb nun erneut auf der Anklagebank. Und dieses Mal war es mit der Milde vorbei: 1980 Euro Geldstrafe, dazu noch 35.000 Euro Schadenersatz und ein Jahr bedingt.

Kronen Zeitung

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