Di, 23. Oktober 2018

Vor dem Kochen

26.09.2018 07:16

Köchin betäubt Hummer aus Mitleid mit Marihuana

Weil sie mit Hummern, die lebend ins kochende Wasser geworfen werden, großes Mitleid hatte, hat eine Köchin im US-amerikanischen Bundesstaat Maine beschlossen, die Schalentiere vor dem Kochen mit Marihuana zu betäuben. So soll den Tieren ein sanfterer Tod beschert werden und den Gästen weniger Gewissensbisse.

Um zu sehen, ob die Drogen wirkt, legte Köchin Charlotte Chill den ausgewählten Hummer namens „Roscoe“ in der Küche für ein paar Minuten in eine mit Wasser bedeckte Box und blies Marihuana-Rauch in das Wasser. Die Köchin des Restaurants „Charlotte’s Legendary Lobster Pound“ in Southwest Harbour hoffte, dass das Schalentier sediert und seinen Tod weniger traumatisch erleben würde.

Hummer war „lockerer“
Nach dem Experiment entfernte Chill dem Versuchskaninchen „Roscoe“ die Gummibänder von den Scheren und siehe da: Das Tier war so entspannt, dass es auch die Scheren drei Wochen lang nicht mehr schwang. Ob der Hummer seinen Tod dadurch tatsächlich gelassener wahrnehmen würde, bleibt allerdings offen. Die Köchin entließ das Krustentier als Belohnung zurück in das Meer.

Auf Wunsch der Gäste sediert Chill die Hummer nun vorher mit Cannabis, in der nächsten Saison will sie alle Hummer so ruhigstellen. Angst, dass das THC vom Hummerfleisch aufgenommen wird, hat die Restaurantbesitzerin nicht.

Kochen lebender Hummer in der Schweiz verboten
Gedanken um eine ethisch vertretbare Lösung beim Hummerkochen hat sich die Schweiz Anfang des Jahres gemacht. Das Kochen von lebendigen Hummern wurde verboten. Die Krustentiere müssen vielmehr vor ihrer Zubereitung betäubt werden, wie die Schweizer Regierung am Mittwoch beschloss. Möglich ist dies etwa durch Elektroschocks. Bereits seit 1999 ist das Kochen von lebendigen Hummern übrigens in Neuseeland verboten.

 krone.at
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