Do, 18. Oktober 2018

Von Tier aufgespießt

25.09.2018 09:25

„Feuerstier“ tötet Spanier bei grausamem Festival

Ein Stier, dem während eines Festivals in Spanien brennende Fackeln an die Hörner montiert wurden, hat einen 71-jährigen Mann angegriffen. Der Besucher des Fests soll mit seinem Kopf gegen das Gitter einer Absperrung geprallt sein und erlag wenig später im Spital seinen schweren Verletzungen.

Die für die Tiere qualvolle Tradition, die in der spanischen Stadt Jerico praktiziert wird, nennt sich „Toro Embolado“ (Feuerstier). Heuer endete dieser Brauch für einen älteren Gast des Festivals tödlich. Der 71-jährige Rogelio Rodrigo befand sich in der Stierkampfarena, als der Bulle mit den brennenden Fackeln an den Hörnern in die Manege geführt wurde.

71-Jähriger verstarb im Spital
In dem Video sieht man, wie das panische Tier plötzlich auf die Zuschauer zurast. Der 71-Jährige kann sich nicht rechtzeitig hinter die Absperrung in Sicherheit bringen - er wird vom Stier aufgespießt und gegen die Absperrung geschleudert. Durch die Fackeln an den Hörnern fliegen dabei die Funken. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, dort verloren die Ärzte den Kampf um das Leben des Mannes.

Seine Frau berichtete spanischen Medien, Rodrigo habe Stierkämpfe geliebt, sei vorher jedoch nie ein Risiko eingegangen. Die Polizei rechtfertigte sich nach dem Todesdrama, das Festival habe alle Sicherheitschecks bestanden und alle nötigen Genehmigungen gehabt.

Tierschützer machen gegen qualvollen Brauch mobil
Bei „Toro Embolado“ wird einem Stier brennbares Material auf die Hörner montiert und dieses schließlich angezündet. Danach wird er nachts meist auf offener Straße freigelassen, wo ihm die Zuschauer ausweichen müssen, wenn er durch die Gassen jagt. Tierschützer kritisieren solche Veranstaltungen schon lange: Die Stiere seien physischen und psychischen Qualen ausgesetzt. Die Organisatoren sind anderer Meinung.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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