Sa, 20. Oktober 2018

Tischtennis-Erfolgsrun

22.09.2018 19:37

Gardos, Habesohn und Polcanova kämpfen um Gold!

Wahnsinn, schlichtweg sensationell! Nach Silber im Mixed-Bewerb spielen Österreichs Tischtennis-Stars am Sonntag bei der EM in Alicante auch in beiden Doppel-Bewerben um Gold. Rot-Weiß-Rot ist in den Finals bei den Damen durch Sofia Polcanova mit ihrer russischen Partnerin Jana Noskowa sowie bei den Herren durch Robert Gardos/Daniel Habesohn vertreten. Zudem erreichte Sofia Polcanova auch das Einzel-Semifinale, womit sie bei dieser EM drei (!) Medaillen fix hat. Phantastisch!

Der Reihe nach: Zunächst hatten Polcanova/Jana Noskowa im Semifinale die als Nummer 1 gesetzten Matilda Ekholm/Georgina Pota (SWE/HUN) in einem großartigen Fight nach einem 1:3-Satzrückstand mit 4:3 (-9, -1, 6, -6, 6, 2, 8) niedergerungen. Damit spielen sie also am Sonntag um 15.30 Uhr im Finale. Gegner sind dort die Deutschen Nina Mittelham/Kristin Lang. Und nur wenig später zogen auch Robert Gardos und Daniel Habesohn ins Endspiel ein, als sie Patrick Franziska/Jonathan Groth (GER/DEN) mit 4:3 schlugen. Die Österreicher, schon 2012 Europameister, gewannen nach einem 1:3-Rückstand mit 8:11, 8:11, 11:8, 8:11, 11:6, 15:13, 11:2. Ein irres Match, wobei sie im sechsten Satz auch einen Matchball abwehrten. Im Finale treffen die Österreicher am Sonntag (17.15 Uhr) auf Mattias Falck/Kristian Karlsson (SWE).

Schließlich setzte Polcanova ihren wahrhaft sensationellen Erfolgslauf in Alicante auch im Einzel fort. Im Viertelfinale besiegte sie die Deutsche Petrissa Solja mit 4:1 Sätzen (-10, 6, 9, 8, 7) und steht damit am Sonntagmorgen im Semifinale, hat auch dort zumindest Bronze sicher. Dazu kommen Silber im Mixed-Bewerb (am Freitag mit Stefan Fegerl erst im Finale gegen die Deutschen Ruwen Filus/Ying Han mit 2:3 Sätzen verloren) und zumindest Silber im Damen-Doppel. „Ich bin schon müde, auch die Schulter schmerzt schon ein wenig. Aber ich werde natürlich weiter mein Bestes geben!“, hatte Polcanova noch vor den Spielen am Samstagnachmittag gesagt. Von Müdigkeit war da nichts mehr zu spüren!

Für Habesohn bedeutete später am Abend das Einzel-Viertelfinale die Endstation. Da verlor er gegen den deutschen Superstar Timo Boll mit 0:4 (-3, -4, -4, -9). Also blieb Österreich nur im Herren-Einzel bei dieser EM ohne Medaille. Aber vier Medaillen sind fix. Sensationell.

Olaf Brockmann

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