Di, 11. Dezember 2018

„Vier Pfoten“-Aktion

21.09.2018 09:42

Protest mit „Dogwalk“ gegen Pelz bei Prada

Normalerweise wird auf dem „Catwalk“ Mode präsentiert. Donnerstag Mittag gab es in der Wiener Innenstadt einen „Dogwalk“, und er stand im Namen der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ als Protest gegen den Verkauf von Pelz vor dem Geschäft von „Prada“. Das Luxuslabel präsentiert nämlich am gleichen Tag seine neue Kollektion bei der Milano Fashion Week. Hunde von „Vier Pfoten“-Mitarbeiterinnen liefen zu typischer Laufsteg-Musik gemeinsam mit ihren Halterinnen über den Roten Teppich und zeigten dabei witzige Schilder wie „So trägt man Pelz!“, „Furry & fabulous“ oder „Würdest du mich auch als Mantel tragen?“. Gleichzeitig informierten die Aktivisten Passanten mit Flyern sowie in persönlichen Gesprächen über die Grausamkeit der Pelzproduktion und hielten Banner mit der Aufschrift „Prada, mach Schluss mit Pelz!“ hoch.

„‘Vier Pfoten‘ ist Mitglied der internationalen Initiative Fur Free Alliance, und gemeinsam fordern alle Mitglieder Prada auf, endlich auf Echtpelz zu verzichten“, sagt Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Dass das möglich ist, beweisen Konkurrenten wie Gucci, Versace, Armani, Michael Kors, Donna Karan oder Hugo Boss. Sie alle sind bereits Vorreiter, was pelzfreie Mode betrifft.“ Pluda überreichte dem Prada Store Manager auch ein entsprechendes offizielles Schreiben von „Vier Pfoten“.

Tierpelz in der Mode nicht mehr „en vogue“
Viele Passanten und auch die Touristen in der Wiener Innenstadt haben im persönlichen Gespräch bestätigt, was aus Umfragen bereits bekannt ist: Die Mehrheit der Verbraucher will nichts mit dem Pelzhandel zu tun haben. „Es ist kein Wunder, dass immer mehr große Modemarken bereits angekündigt haben, auf die Verwendung von Echtpelz künftig zu verzichten - man merkt einfach deutlich, dass es nicht mehr der Zeitgeist ist, Tiere für Mode zu quälen“, sagt Pluda. Länder wie Norwegen, die Niederlande und Belgien distanzieren sich von Tierquälerei, indem sie die Pelztierhaltung verbieten. In Österreich ist die Pelzhaltung ohnehin seit 2005 verboten. Großstädte wie San Francisco und São Paulo haben hingegen den Verkauf von Pelzen verboten. In Los Angeles soll der Verkauf von Pelz nun ebenfalls verboten werden, wie auch in Großbritannien, wo im Jahr 2000 ein Verbot der Pelztierzucht eingeführt wurde. Die Stadt Wien führt ab 1. Oktober ein Verkaufsverbot von Echtpelz auf Wiens Märkten ein.

Die furchtbaren Auswirkungen der Pelztierindustrie
Wilde Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr ganzes Leben in engen Käfigen, deshalb fehlt ihnen die Fähigkeit, natürliches Verhalten zu entwickeln. Schlussendlich werden sie grausam getötet. In der Wildnis werden die Tiere tagelang in Fallen gehalten, ohne Nahrung oder Wasser, bis Pelzfänger kommen, um sie zu holen. Oft nagen sie aus Verzweiflung an ihren eigenen Gliedmaßen, um zu entkommen. Jedes Jahr werden mehr als 100 Millionen Tiere für ihren Pelz getötet. Auch wenn der klassische Pelzmantel derzeit weniger nachgefragt wird, findet der Pelz in Form von Pelzkrägen und Bommeln starken Absatz. Pelzproduktion ist auch eine schwerwiegende Umweltbelastung. Pelzfarmen und Gerbereien pumpen Abfälle und giftige Chemikalien in Erde und Wasser. Die Fallen, die für das Fangen von Wildtieren verantwortlich sind, verstümmeln und töten häufig auch andere Tiere, wie gefährdete Arten und sogar Haustiere. Über die Fur Free Alliance: Die Fur Free Alliance ist eine Koalition von mehr als 40 Tierschutzorganisationen aus über 30 Ländern, die daran arbeiten, den Pelzhandel zu beenden. Die Allianz betreibt auch das Fur Free Retailer Program, das mehr als 900 pelzfreie Unternehmen weltweit zählt und dabei half, pelzfreie Strategien für Gucci, Hugo Boss, Armani und viele weitere zu veröffentlichen.

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