Mo, 10. Dezember 2018

Wer ist Hanswurscht?

18.09.2018 07:30

Die lebende Symbolfigur am Rupertikirtag

Der Hanswurscht ist die lebende Symbolfigur des Salzburger Rupertikirtags. Verkörpert wird das „Gesicht nach außen“ seit 1998 von Johannes Rupert Franz aus Niedernsill. Mit der „Kronen Zeitung“ spricht er über sein Wesen, sein Aussehen sowie seine Aufgaben bei der Eröffnung diesen Donnerstag, 20. September.

„Viele Salzburger kennen meinen echten Namen nicht und sprechen mich auch unterm Jahr mit Hanswurscht an“, lacht Johannes Rupert Franz (62) über die Wirkung der Traditionsfigur, dessen Wurzeln aus dem Hochmittelalter uns bis ins Heute verbindet.

Die Marktfahne bei der Eröffnung hissend, steht er seit 20 Jahren  mit seiner rost-roten Jacke samt Glockerl, grünem Hemd  und der ungefärbten gelben Lederhose auf der Bühne. Welchen Charakter hat der „Narr“?  „Einen sehr ausgeprägten. Er muss die Menschen gerne haben, auf sie zugehen und fröhlich sein“, beschreibt Johannes Franz, dass die Figur aber auch Ecken und Kanten haben darf. „Im Vorjahr war ich nach zwei Reanimationen im März und Juli erst eine Woche aus dem Krankenhaus entlassen, schon wieder am Rupertikirtag vertreten.“

Mit Politikern wird hart ins Gericht gegangen

Doch nicht nur der Hanswurscht ist ein fixer Bestandteil des Kirtags, sondern  auch Peter Blaikner mit seinem Kabarett über Lokalgeschehnisse  im verflossenen Jahr. Auch er verkörperte  1983 den Hanswurscht, seit acht Jahren nimmt er in seiner Rede, noch vor dem Rainermarsch und dem Bieranstich, unsere Politiker  aufs Korn.  Der Text steht.

Blaikner freut sich auf den Moment, wenn die Politiker  aus Stadt und Land vor ihm stehen und er ihnen sagt, wo es lang geht. „Heuer schenke ich ihnen zur Bürgermeister- und Landtagswahl sowie zum Thema Verkehr ein“, verrät der 64-Jährige.   „Sie bekommen es hart ab, das müssen sie aushalten. Beleidigt war mir noch niemand.“

Auch zum EU-Gipfel hat er eine Meinung: „Irgendwo muss er ja stattfinden, aber man hätte ihn nach Kleßheim oder Hellbrunn raus verlegen sollen.“

Zehn Jahre nach der Gründung des Volksfestes entstanden 1987 die ersten Rupertikirtags-Drucke - eine Aktion des Lions Club. Die Zeichnungen werden von namhaften Künstlern  aus Salzburg angefertigt. 106.000 Euro an Spenden kamen bislang für karitative Organisationen zusammen.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Wirbel vor Derby
Madl stinkt‘s gewaltig: „Ich bin brennheiß“
Fußball National
Ganz schön fies!
Ex-Austria-Coach Fink ledert gegen unsere Schiris
Fußball International
102. Geburtstag
So süß gratulierte Zeta-Jones Kirk Douglas
Video Stars & Society
Randale bei Sieg-Party
Nach Copa-Sieg: River-Fans attackieren Polizei
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.