Do, 15. November 2018

Nach dem Unwetter

16.09.2018 07:00

Gasen: „Wir sind alle nur noch frustriert“

Die steirische Gemeinde Gasen kommt weiterhin nicht zur Ruhe! Zum bereits fünften Mal in diesem Jahr gab es am Freitag ein massives Unwetter, zum zweiten Mal binnen drei Monaten wurde der 1000-Seelen-Ort zum Katastrophengebiet erklärt. Starkregen richtete diesmal einen Schaden von fast zwei Millionen Euro an.

„Wir alle sind nur noch angefressen und frustriert. Wann hört denn das endlich auf?“ Niemand kann es Bürgermeister Erwin Gruber verübeln, dass seine Nerven nach der Schadensbegutachtung blank liegen.

Mehrere Häuser evakuiert
Der Gasenbach trat über die Ufer, wodurch die Landesstraße L 104 auf drei Kilometern unterspült wurde. Eine Mure ging ab, mehrere Häuser mussten evakuiert werden, die Situation in diesem Gebiet ist mehr als nur angespannt. „Sogar das Kanalsystem hat unter dem vielen Regen gelitten, einige Gemeindebrücken wurden auch zerstört oder überhaupt weggerissen“, sagt Gruber, dessen Gemeinde zum bereits fünften Mal in seiner Ära als Bürgermeister verwüstet wurde.

Bundesheer muss zurückkehren
Nach 2005 (damals tötete eine Mure eine Hausbewohnerin) stimmt die Frequenz der dramatischen Ereignisse mehr als nachdenklich. „Nach 2016 und 2017 hat es uns heuer nun schon das zweite Mal erwischt. Dabei sind die Pioniere nach dem Windwurf im Juni ja gerade erst abgezogen.“

Das Bundesheer ist nun schon wieder auf dem Weg in die kleine oststeirische Gemeinde, der Gesamtschaden beläuft sich diesmal auf fast zwei Millionen Euro.

Das fünfte schwere Unwetter 2018
Dass es auch diesmal kritisch wird, war bald klar. Binnen 45 Minuten hat es an manchen Stellen 88 Liter geregnet, Gasen wurde am Freitag zum fünften Mal im Jahr 2018 von einem schweren Unwetter heimgesucht.

Der Katastrophenzustand wurde sofort ausgerufen, „damit die Aufräumarbeiten umgehend starten können. Alle Rückhaltebecken müssen sofort ausgeräumt werden, um wieder Schutz bieten zu können“, so die Landeshauptleute Schützenhöfer und Schickhofer vor Ort.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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