Mi, 21. November 2018

Schwammerlsuche:

13.09.2018 12:07

Der Herbst macht viele Sammler zu Glückspilzen

Trotz der Rekordhitze in diesem Sommer schießen Schwammerln aktuell nur so aus dem Boden. Denn der Regen Anfang September durchnässte den Boden so sehr, dass sich der Wald von der Trockenheit erholen konnte. Pilzesammler aufgepasst: Pro Tag sind nur zwei Kilo pro Person erlaubt - ansonsten drohen Strafen.

„Es ist heuer eine ungewöhnliche Pilzsaison“, schildert Martin Kirchmair, Pilz-Forscher der Universität Innsbruck. „Denn aufgrund des feuchten Wetters im Juni startete die Saison früh - stand dann aber wegen der enormen Hitze im August still.“ Der Regen Anfang September sorgte nun aber für eine große Pilz-Vielfalt in Tirols Wäldern - und so ist, obwohl sich die Saison eigentlich dem Ende zuneigt - aktuell noch viel zu finden.

Pilze „explodieren“
Beweise dafür trudeln fast täglich in der Redaktion der „Tiroler Krone“ ein: So hatten etwa die „Kogler Mädels“ aus Reith im Alpbachtal einen unglaublichen Steinpilz-Erfolg Anfang September (siehe Bild oben). Das sei auch nicht ungewöhnlich, so Kirchmair, denn durch den Regen „explodieren die Steinpilze“.

Tiroler Pilzschutzverordnung
Aber auch wenn die Verlockung, die Pilze in Massen nach Hause zu tragen, gerade groß ist - im Wald herrschen strenge Regeln. „Zwei Kilogramm sind pro Person und Tag erlaubt“, erklärt Gabriele Pfurtscheller, Landesleiterin der Tiroler Bergwacht. Gesammelt werden darf nur zwischen 7 und 19 Uhr. Bei Überschreitungen der erlaubten Menge drohen Strafen. „Der große Pilztourismus blieb diesen Sommer aber aufgrund der langen Hitzeperiode aus“, schildert Pfurtscheller.

Keine Experimente
„Bis der Frost kommt, sieht es nun aber gut aus“, sagt Kirchmair. Vorsicht gilt aber bei Giftpilzen, denn auch solche sind in Tirol heimisch. „Wenn man sich nicht gut auskennt, sollte man sich auf keinen Fall auf Experimente einlassen“, betonte der Pilz-Experte. Übrigens: Am Wochenende (15. und 16. September) findet im VZ Jenbach die Tiroler Pilzschau mit mehr als 300 Arten statt. 

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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