Di, 18. September 2018

Nach Skandal-Finale

09.09.2018 14:20

US Open: Japan bejubelt Osaka, Williams-Lager tobt

Japan hat am Sonntag US-Open-Siegerin Naomi Osaka gefeiert, nachdem die 20-Jährige in den Morgenstunden japanischer Zeit den ersten Einzel-Grand-Slam für das asiatische Land geholt hatte. Premierminister Shinzo Abe dankte via Tweet, dass Osaka in dieser harten Zeit einen Schub an Inspiration gab. Der Politiker bezog sich dabei auf das Erdbeben auf der Insel Hokkaido mit zumindest 21 Toten.

In einer Nation mit den sportlichen Schwerpunkten Baseball, Fußball und Sumo rückte Tennis wieder einmal mehr in den Mittelpunkt, auch wenn Osakas Endspiel gegen US-Star Serena Williams nur auf einem kleineren Sender übertragen wurde. Kei Nishikori hatte bei seinen Landsleuten schon bisher einen Namen, die Möglichkeit des Major-Premierentitels eines Japaners vergab er vor vier Jahren in New York gegen den Kroaten Marin Cilic. Nun zeigte er sich ob der Leistung der Landsfrau „stolz“.

Ausnahmezustand in Japan
Japaner akzeptieren heutzutage Leistungen bei wie Osaka im Ausland großgewordenen Landsfrauen und -männern mehr als noch früher, sofern die- oder derjenige ehrlich und glaubhaft für das Land eintritt. Die ab Montag Siebente der Weltrangliste beeindruckte in Tokio und Umgebung einerseits mit ihrer Unbekümmertheit, andererseits auch mit ihrem Spiel und Siegeswillen. Williams hätte womöglich auch ohne den Disput mit Schiedsrichter Carlos Ramos das Nachsehen gehabt.

Ausraster sorgte für Aufsehen
So aber ging der 6:2-6:4-Erfolg der Außenseiterin etwas unter, erst nach einer Aufforderung von Williams an das Publikum wurde sie nicht mehr ausgebuht. Davor hatte die 36-Jährige mit ihren Ausrastern den bisher größten sportlichen Moment von Osaka aber schon zerstört gehabt. Einmal mehr setzte sie im Zorn ihren Ruf als Ikone des Weltsports aufs Spiel, fiel vor allem mit Schiedsrichter-Beleidigungen, einem zertrümmerten Racket, Sexismus-Vorwürfen und als Vorkämpferin für Gleichberechtigung auf.

Ihr Trainer Patrick Mouratoglou räumte verbotene Zeichen von der Tribüne ein, die Williams indes wohl kaum gesehen haben dürfte. Via Twitter echauffierte sich der Franzose, wohl jeder Spieler werde gecoacht, der Schiedsrichter sei der Star der Show gewesen. „Wenn ich ehrlich bin, ja, ich habe gecoacht“, sate Mouratoglou. „Aber ich denke, sie hat nicht zu mir geschaut. Doch Sascha hat bei jedem Punkt gecoacht“, ergänzte er in Bezug auf den deutschen Osaka-Coach Sascha Bajin, früher Bestandteil des Williams-Teams.

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