Mi, 26. September 2018

Bis zu 325.000 Ampere

02.09.2018 13:29

Blitz-Stakkato im Sommer: Fast 1 Mio. „Einschläge“

Österreichweit fast eine Million Blitzentladungen sind im vergangenen Sommer registriert worden. Das blitzreichste Bundesland mit insgesamt 349.848 Entladungen war dabei einmal mehr die Steiermark, auf die über ein Drittel aller Blitze entfielen. Der stärkste Blitz - mit satten 325.900 Ampere - wurde in Mittelberg in Vorarlberg gemessen. Auch in der kommenden Woche dürften noch einige Blitze „einschlagen“, denn insbesondere im Landesosten muss man mit kräftigen Regenschauern rechnen.

Vom 1. Juni bis zum 31. August registrierte das Blitzmesssystem von Ubimet über ganz Österreich verteilt exakt 930.073 Blitze. Das sind aber nur etwa halb so viele Blitze wie im gewitterreichen Vorjahr. „Aufgrund der langen Hitzewelle und der trockenen Witterung entstanden vor allem im Juli und August deutlich weniger Gewitter als üblich“, sagt Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer.

Spitzenreiter Steiermark, Weiz blitzreichster Bezirk Österreichs
Mit exakt 349.848 Blitzen führt die Steiermark das Bundesländer-Ranking an, gefolgt von Niederösterreich mit gut 155.000 und Oberösterreich mit etwa 110.000 Entladungen. An letzter Stelle befindet sich mit Wien einmal mehr das flächenmäßig kleinste Bundesland, hier gab es im Sommer 2837 Blitze.

Blitze nach Bundesland, Anzahl und Blitzdichte

  1. Steiermark: 349.848 (21,33 Blitze/km²)
  2. Niederösterreich: 156.655 (8,17 Blitze/km²)
  3. Oberösterreich: 111.103 (9,28 Blitze/km²)
  4. Kärnten: 77.052 (8,08 Blitze/km²)
  5. Burgenland: 75.133 (18,95 Blitze/km²)
  6. Tirol: 73.703 (5,83 Blitze/km²)
  7. Salzburg: 60.586 (8,47 Blitze/km²)
  8. Vorarlberg: 23.156 (8,88 Blitze/km²)
  9. Wien: 2837 (6,84 Blitze/km²)

Auch wenn der Sommer vergleichsweise gewitterarm verlief, bildeten österreichweit gesehen gewitterfreie Tage die Ausnahme. An nur acht Tagen in diesem Sommer wurden in Österreich keine Entladungen registriert.

Stärkster Blitz in Vorarlberg
Die Kraft von Blitzen wird über die Stromstärke in der Einheit Ampere angegeben. Der stärkste Blitz des Landes wurde in Vorarlberg gemessen. „Spitzenreiter ist eine Entladung mit mehr als 325.000 Ampere am Abend des 20. Juli in Mittelberg im Kleinwalsertal“, so Spatzierer. „In kürzester Zeit wurde dabei rund 20.000 Mal mehr Energie freigesetzt, als in einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere verfügbar ist.“

Kräftiger Regen zum Wochenbeginn
Der Schulanfang im Osten wird verregnet: Am Montag überwiegt in vielen Regionen nochmals die starke Bewölkung, die meisten Sonnenfenster gibt es in Vorarlberg, Tirol und Kärnten. Besonders im Norden, Osten und Südosten kommt es hingegen zu einigen Niederschlägen, die örtlich wieder mit Gewittern einhergehen. Im weiteren Tagesverlauf kommt es auch in der Obersteiermark, in Oberösterreich und Teilen Salzburgs vermehrt zu schauerartigem Regen und einzelnen Gewittern. Der Wind bläst meist nur schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen bei neun bis 17, die Tageshöchsttemperaturen bei 18 bis 24 Grad.

Im Norden, Osten und Südosten sind am Dienstag Auflockerungen mit etwas Sonnenschein weiterhin eher spärlich verteilt. Stattdessen gibt es häufig Schauer-, örtlich auch Gewittertätigkeit. Nach Westen und Südwesten hin ist es deutlich freundlicher, dort scheint öfter die Sonne und es bilden sich nur vereinzelt kurze Regenschauer. Der Wind bläst am Alpenostrand und im östlichen Flachland teils mäßig auffrischend aus Nordwest. Die Frühtemperaturen sind mit zehn bis 18 Grad erreicht, die Tageshöchsttemperaturen mit 18 bis 25 Grad.

Mittwoch: Im Norden, Osten und Südosten wechseln sonnige Abschnitte mit dichten Wolken. Dabei sind vor allem im Bergland noch lokale Schauer möglich. Weiter im Westen und Süden überwiegt lange Zeit der Sonnenschein. Hier können sich am Nachmittag dann aber Wärmegewitter entwickeln. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordost. Die Frühtemperaturen kommen auf neun bis 17 Grad, die Tageshöchsttemperaturen auf 20 bis 26 Grad.

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