22.08.2018 19:30 |

Gefährlicher Mix

Schnelle Abhängigkeit: Die Tricks der Drogendealer

„Ich wollte einfach nur einmal probieren!“ Mit Suchtgift ist aber nicht zu spaßen, denn die Tricks der Drogendealer werden immer fieser und vor allem schmutziger. Um ahnungslose Konsumenten schneller abhängig zu machen, soll sogar Cannabis mit Kokain und Heroin gemixt werden. Ein gefährlicher Cocktail!

Ein Führerschein-Neuling fiel aus allen Wolken, als ein Amtsarzt Spuren von THC, Kokain und Heroin in seinem Urin fand. „Ich konsumiere ja nur hin und wieder ein bisschen Cannabis“, soll der Bursche gesagt haben.

Drogendealer wollen Konsumenten schneller süchtig machen
„THC kann man als Cannabis-Harz oder Cannabis-Öl leicht mit anderen Substanzen mischen“, weiß ein Suchtgift-Ermittler. Die Absicht der eiskalten Dealer ist dabei glasklar: Die ahnungslosen Konsumenten sollen schneller und auch gleich von mehreren Substanzen abhängig gemacht werden, um die Leute als dauerhafte Kunden zu gewinnen.

Denn wie zahlreiche tragische Fälle zeigen birgt der Drogencocktail eine sehr große Gefahr! „Wenn aufputschendes Kokain etwa mit Heroin gemischt wird, das beruhigend, betäubend wirkt, dann bleibt die erwartete Wirkung aus und der Konsument beginnt die Dosis zu erhöhen“, weiß der Ermittler: „Und in Kombination mit Cannabis fallen die dazugemischten harten Drogen erst auf, wenn’s oft schon zu spät ist.“

So starben 2016 in Feldkirchen zwei Personen an einem Kokain-Heroin-Mix. Doch dieses Risiko nehmen Dealer in Kauf, denn der Suchtgiftmarkt in Kärnten ist gesättigt. „Das Angebot ist größer als die Nachfrage, weshalb die Händler zu immer schmutzigeren Tricks greifen“, schildert der Szene-Kenner: „Es wird auch aktiv auf Leute zugegangen und Suchtgift angeboten.“

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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