Im Landtag gab’s schon zwei einstimmige Resolutionen für eine Aufstockung des Budgets der Linzer Kepler-Uni, nun macht auch noch „die schwarze Reichshälfte“ im Land speziell Druck auf den Bund, sprich Minister Heinz Faßmann. Man fordert erneut eine faire Verteilung der bundesweiten Uni-Mittel.
„Schulterschluss für eine gerechte finanzielle Ausstattung der JKU Linz durch die Bundesregierung“ war der Titel der Freitags-Pressekonferenz von LH Thomas Stelzer (ÖVP), weiteren ÖVP-Politikern (Michael Strugl, Christine Haberlander), WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Industriellen-Vizepräsident Peter Mitterbauer mit JKU-Rektor Meinhard Lukas. Stelzer begründete die parteipolitisch einseitige Präsenz mit den Ressortzuständigkeiten in der Landesregierung bzw. den fachlichen Aspekten des Universitäts-Themas.
Nur 5 Prozent für Linz
Faktum ist, dass bisher nur 5 Prozent des Bundesbudgets für die 21 österreichischen Universitäten in die JKU fließen, 20 Prozent in die Steiermark und 54 Prozent nach Wien. Und das, obwohl Oberösterreich 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert. „Ich orte beim Bund Verständnis für diese Schieflage. Wir wollen aber auch verwertbare Ergebnisse“, so LH Stelzer. Konkret will die JKU für die nächsten drei Jahre „mindestens 60 Millionen Euro mehr“, um gerade die technisch-naturwissenschaftlichen Studien zu stärken. Enorm wichtig für den Wirtschafts- und Industriestandort Oberösterreich, der ohnehin über Fachkräfte-Mangel stöhnt.
„Leistungsversprechen“
Um sich die Budgetaufstockung zu sichern, hat Rektor Lukas dem Bund ein „Leistungsversprechen“ gegeben: Die Zahl der prüfungsaktiven MINT-Studenten im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich soll um 25 Prozent steigen.
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