17.08.2018 10:09 |

Von Brücke gestoßen

Opfer will „Schubserin“ im Gefängnis sehen

Ein Mädchen, das im US-Bundesstaat Washington von einer Brücke 18 Meter in die Tiefe gestoßen und dabei fast getötet wurde, will die Täterin nun im Gefängnis sehen: „Anfangs wollte ich nicht, dass Taylor Ärger bekommt, aber jetzt, da ich darüber nachgedacht habe, will ich, dass sie im Gefängnis darüber nachdenkt, was sie getan hat“, sagte Jordan Holgerson gegenüber NBC. Die 16-Jährige erlitt beim Aufprall auf das Wasser schwere Abschürfungen, mehrere gebrochene Rippen und eine Lungenverletzung.

Holgerson wollte sich Anfang August mit ihren Freunden im Moulton Falls Regional Park einer Mutprobe stellen, hatte es sich dann aber anders überlegt. Die Teenager waren über die Absperrung einer Brücke geklettert - doch die 16-jährige traute sich nicht, zu springen. „Ich bekam Angst, weil es so hoch war“, erzählte sie dem Fernsehsender NBC. Ihre Freundin Taylor Smith (18) half nach - und schubste das Mädchen. Diese landete beim unerwarteten und unsanften Aufprall auf ihrem Bauch und wurde schwer verletzt.

Opfer: „Ich kann nicht mal aufstehen"
Unter den Folgen des Vorfalls leidet Holgerson noch immer. „Ich habe starke Schmerzen“, berichtete sie. „In der Früh ist es am schlimmsten, sogar atmen tut weh. Meine Seite tut weh. Meine Schulter tut weh. Ich kann nicht mal aufstehen“, schilderte die 16-Jährige ihre Tortur. Der 18-jährigen Smith tut es leid, ihre Freundin gestoßen zu haben. Sie habe ihr nicht wehtun wollen, sagte sie im Fernsehen und bat die Verletzte um Entschuldigung.

Aber das ist der 16-Jährigen zu wenig: Sie sei wütend über die Tatsache, dass sie fast gestorben ist. „Es macht mich zornig, weil der Rest meines Sommers vorbei ist und ich mich wahrscheinlich das restliche Schuljahr erholen werden muss“, erklärte sie. Warnschilder verbieten das Springen von der Brücke - sie wird dennoch immer wieder von tollkühnen Jugendlichen für Mutproben genutzt.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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