14.08.2018 17:47 |

Antrag bei Unesco

Große Naturschutzpläne für steirische Grenzmur

In den südsteirischen Gemeinden Murfeld, Mureck, Halbenrain und Bad Radkersburg soll der 13.179 Hektar große Biosphärenpark „Grenzmur“ entstehen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Bereits im September soll der Antrag für das Unesco-Prädikat eingereicht werden. Die Steiermark wäre dann Teil des weltweit einzigen fünf Länder übergreifenden Biosphärenreservats.

Biosphärenparks wurden 1976 von der Unesco gegründet, um repräsentative Ausschnitte von Natur- und Kulturlandschaften zu bewahren. Bislang gibt es drei ausgewiesene Parks in Österreich: „Großes Walsertal“, „Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge“ sowie „Wienerwald“.

Die Region entlang der Mur in Murfeld, Mureck, Halbenrain und Bad Radkersburg soll Teil des grenzübergreifenden Biosphärenparks „Mur Drau Donau“ werden. Kroatien, Serbien, Ungarn und Slowenien wurde das begehrte Prädikat bereits anerkannt. Die Steiermark will jetzt nachziehen und hofft auf grünes Licht von der Unesco.

Ganze Region soll entwickelt werden
„Wir wollen uns vernetzen, austauschen und eine einheitliche Linie als internationales Schutzgebiet verfolgen“, sagt Projektmanagerin Margreth Kortschak-Huber, die die Vorbereitungen koordiniert. Das Ziel sei gemeinsam mit der Bevölkerung nachhaltige Konzepte für die Entwicklung der Regionen zu erarbeiten.

„Wir sind eine gesundheitstouristische Stadt. Bevölkerung und Gäste nutzen den Naturraum häufig als Erholungsraum zum Spazieren, Laufen oder Radfahren“, sagt Heinrich Schmidlechner, Bürgermeister von Bad Radkersburg. Neben dem Schutz der biologischen Vielfalt soll auch nachhaltige Landwirtschaft, sanfter Tourismus und Forschung forciert werden. 

Cornelia Knabl, Kronen Zeitung

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