Mi, 15. August 2018

Mord, versuchter Mord

08.08.2018 10:33

Teenager tötete Vater im Schlaf: Anklage steht

Das blutige Familiendrama hat im Vorjahr für Entsetzen gesorgt: Ein erst 14-Jähriger hatte im September 2017 im Vorarlberger Götzis seinen schlafenden Vater mit einem Küchenmesser angegriffen und getötet, ging mit der Waffe dann auch noch auf seine Mutter los, die den Burschen wegreißen wollte, und verletzte sie schwer. Nun steht die Anklage gegen den Teenager - wegen Mordes und versuchten Mordes.

Aus heiterem Himmel - ein Streit war dem Vorfall nicht vorausgegangen, auch familiäre Probleme waren nicht bekannt - hatte der Bursche den im Wohnzimmer schlafenden 51 Jahre alten Mann mit einem längeren Küchenmesser attackiert und ihn mehrfach in den Bauch gestochen. Die Mutter des Angreifers kam hinzu und versuchte, den Teenager von seinem Vater wegzuziehen. Dabei griff der Bursche auch sie an und fügte der 52-Jährigen mehrere Messerstiche in den Rücken zu, sie überlebte die Tat schwer verletzt. Die Verletzungen des Vaters waren so schwer, dass er wenig später im Krankenhaus starb.

Nach der Tat hatte sich der Jugendliche selbst zweimal in den Hals geschnitten, trug dabei aber keine schweren Verletzungen davon. Wenige Tage später wurde der Jugendliche in das auf Psychiatrie spezialisierte Landeskrankenhaus Rankweil eingeliefert. Dort sollte auch ein psychiatrisches Gutachten über den Gesundheitszustand des 14-Jährigen erstellt werden.

Zwei Gutachten liegen vor
Insgesamt lägen nun zwei psychiatrische Gutachten vor, hieß es. Die Staatsanwaltschaft habe sich entschieden, wegen Mordes und versuchten Mordes anzuklagen und nicht einen Antrag auf Einweisung in eine psychiatrische Anstalt zu stellen, sagte Gerichtssprecher Norbert Stütler. Die Anklage ist laut Gerichtssprecher noch nicht rechtskräftig. Der 14-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

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