Sa, 18. August 2018

Heimturnier

31.07.2018 18:42

Sebastian Ofner in Kitzbühel ausgeschieden

Sebastian Ofner ist am Dienstag als zweiter von vier Österreichern im Hauptbewerb des Generali Open in Kitzbühel ausgeschieden. Der Vorjahres-Halbfinalist beim größten Tennis-Turnier Österreichs im Freien musste sich nach nur 59 Minuten dem Slowaken Martin Klizan mit 2:6, 4:6 beugen.

Es kommt am Mittwoch beim größten Tennis-Sandplatz-Turnier Österreichs nicht zum zweiten Duell zweier Lokalmatadore. Sebastian Ofner war in seinem Auftaktmatch gegen den starken slowakischen Qualifikanten Martin Klizan beim 2:6,4:6 in nur 59 Minuten letztlich ohne Siegeschance. Für den Halbfinalisten des Vorjahres bedeutet dies einen Rückfall im ATP-Ranking von 157 auf etwa 205.

Somit ist nun Klizan am Mittwoch (nicht vor 18 Uhr) der erste Gegner des topgesetzten Dominic Thiem. Der 24-jährige Niederösterreicher hatte sich zuvor im Doppel an der Seite seines Freundes Dennis Novak ins Viertelfinale gekämpft. Die beiden sind nun die letzten rot-weiß-roten Vertreter im Einzel, nachdem Novak am Montag im ersten Österreicher-Duell Jurij Rodionov ausgeschaltet hatte. Sollten beide am Mittwoch gewinnen, käme es im Viertelfinale zum direkten Vergleich.

Rückschlag nach Sensationslauf
Für Ofner bedeutete das Aus freilich einen Rückschlag. Immerhin hatte er vor einem Jahr seinen Sensationslauf in die dritte Wimbledonrunde mit dem Halbfinale in Kitz bestätigt und schon von den Top 100 geträumt. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht, weil ich habe hier voriges Jahr eine gute Leistung erbracht und jetzt war das leider eine schlechte Vorstellung von mir“, erklärte der 22-jährige Steirer, fügte jedoch hinzu: „Aber ich muss sagen, das war mein erstes schlechtes Match seit einiger Zeit.“

Ofner erlebte zuletzt im Ranking eine kleine Hochschaubahnfahrt. Die Erfolge aus dem Vorjahr im Jahr darauf zu bestätigen, ist eben alles andere als einfach. Die gestiegene Erwartungshaltung an sich selbst ebenso wie von außen, erschwert die Aufgabe. „Es war ein Fehler von mir, dass ich mich in den Monaten vor Wimbledon und Kitzbühel zu viel mit den Punkten beschäftigt habe. Da hat mir die Lockerheit beim Spielen gefehlt, als das immer näher gekommen ist“, meinte Ofner ehrlich.

In Richtung seines Headcoaches Günter Bresnik, der der Pressekonferenz beiwohnte, meinte er: „Günter hat eh gesagt, er ist froh, wenn das alles vorbei ist und ich wieder freier spielen kann.“ Dennoch sieht Ofner bei sich einen Aufwärtstrend, nicht zuletzt dank des ersten Challenger-Titels in Astana vor Kitzbühel.

Gegen Klizan habe er u.a. Schwierigkeiten beim Returnspiel gehabt. „Dadurch habe ich schlecht in die Partie gefunden. Im zweiten Satz habe ich versucht, mit dem Aufschlag das Spiel zu halten, habe dann aber leider bei 4:4 das Break kassiert.“

„Brauche noch ein bisschen Zeit“
Ofner konstatiert trotz des Auftakt-Ausscheidens bei sich im Vergleich zum Vorjahr dennoch eine Verbesserung. „Vom Spielerischen her ist sicher etwas weitergegangen, auch wenn man es heute nicht gesehen hat. Ich habe heuer sehr enge Matches gegen gute Gegner verloren.“ Für Ofner geht es nun bei den Challengern in Pullach und Meerbusch weiter, ehe er sich in der Qualifikation für die US Open versucht.

Was er am meisten verbessern muss? „Technisch nichts. Es geht nur um die Schlagwiederholung, dass ich einfach immer sicherer werde von den Schlägen und generell der Stabilität her. Ich brauche halt noch ein bisschen Zeit.“

krone Sport
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