10.000 Euro erbeutet:

Räuber mit Hijab spionierte tagelang Bank aus

Oberösterreich
27.07.2018 06:00

Ein aufmerksamer Wirt lieferte wichtige Erkenntnisse zu jenem Räuber, der Mittwochfrüh - wie berichtet - am Linzer Graben eine Bank überfallen hat. Ihm war schon Mitte vergangener Woche der Verdächtige mit lila Kleid, Hijab und Tretroller aufgefallen, der zuletzt am Dienstag bei der Bank gesehen worden war.

Der Coup in Linz dürfte aber nicht der erste des „Burka-Phantoms“ gewesen sein: Beschreibung und Vorgehensweise passen auch auf jenen Räuber, der am 13. Juli in Wien-Floridsdorf ebenfalls eine Deniz-Bank überfallen hat. Weil dort die bedrohten Mitarbeiter aber nur erschrocken aufschrien, statt Geld herauszurücken, verließ der Räuber den Tatort verwirrt und ohne Beute. „Das Landeskriminalamt Oberösterreich und Wiener Kriminalisten arbeiten eng zusammen und vergleichen Parallelen der beiden Überfälle“, bestätigt Polizeisprecher David Furtner.

(Bild: Polizei)
(Bild: Horst Einšder)

„Burka-Phantom“ fiel in der Innenstadt auf
Mitte vergangener Woche fiel der wie eine muslimische Frau verkleidete, auffallend schlanke und etwa 190 Zentimeter große Mann mehrfach in der Linzer Innenstadt auf. Auf seinem Tretroller war das „Burka Phantom“ im Bereich des Taubenmarkts und des Grabens unterwegs, spionierte offenbar die Bank und Fluchtmöglichkeiten aus.

(Bild: Polizei)

Türkische Bank, weil da Verschleierung nicht auffällt
Die betreffende Bank, eine Deniz-Filiale, dürfte er gewählt haben, weil es ein türkisches Geldinstitut ist, in dem verschleierte Frauen nicht auffallen. Bei dem Coup in Linz trug der Räuber unter dem Hijab eine helle Gesichtsmaske mit auffallend rot geschminkten Lippen. Er bedrohte die vier anwesenden Angestellten wortlos mit einer Pistole, zwang einen 25-jährigen Mitarbeiter, die Geldlade zu öffnen und stopfte sich dann Geldscheine in seine Tasche - insgesamt etwa 10.000 Euro.

(Bild: Horst Einöder)

Inzwischen gingen zahlreiche Hinweise bei der Polizei (Telefon 0 59 133/40-33 33) ein, die nun überprüft werden. Zugleich werden Videokameras vor Geschäften nach Aufnahmen vom Räuber auf der Flucht gesichtet.

Johann Haginger, Kronen Zeitung/krone.at

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