Di, 18. Dezember 2018

Expertin warnt

21.07.2018 06:00

Gletscherschmelze heizt den Klimawandel weiter an

Der gestrige Hochsommertag hat unseren Gletschern wieder einmal ordentlich zugesetzt. Um rund zehn Zentimeter ist die Schneedecke wieder geschmolzen. Für den Meteorologen Klaus Reingruber von BlueSky ist es überhaupt keine Utopie mehr, dass aufgrund des Klimawandels die Gletscher ein Ablaufdatum haben.

„Elf Jahre in Folge war die Massenbilanz des Hallstätter Gletschers negativ. Es müsste schon etwas Außergewöhnliches passieren, damit es am Jahresende heuer anders aussieht“, war Meteorologe Klaus Reingruber bei einem Lokalaugenschein gestern, Freitag, von einem Ablaufdatum der Gletscher überzeugt. 

April war der zweitwärmste der Messgeschichte
Es könnte noch viel schneller gehen als prognostiziert. Waren doch der Jänner der drittwärmste der Messgeschichte, der April der zweitwärmste und der Mai der viertwärmste. Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ist ebenfalls in Sorge: „Global gesehen, verstärkt die Gletscherschmelze den Klimawandel. Durch das Schmelzen werden dunkle Flächen frei, die das Sonnenlicht besser absorbieren. Die schmelzenden Gletscher heizen den Klimawandel weiter an!“

Seit 2006 unter Beobachtung
Das Ausmaß der Schmelze in Oberösterreich soll demnächst auch ein Laserscan mit einem Flugzeug dokumentieren und damit die 2006 begonnenen Aufzeichnungen vervollständigen. Die Forschungstätigkeit wird auch vom Klimaschutzressort des Landes und von der Energie AG unterstützt. „Der Dachstein hat für uns eine besondere Bedeutung, weil er ein mitbestimmender Faktor für die Stromerzeugung in unseren 16 Kraftwerken an der Traun ist“, war auch Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker beim Lokalaugenschein besorgt.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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