Mo, 24. September 2018

Spektakulärer Coup

18.07.2018 09:23

Freche Bankomatenbande schnitt Loch ins Dach

Ganz schön frech: Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen hat eine Bankomatbande in Villach zugeschlagen. Diesmal suchten die Täter ein Einkaufszentrum am Badstubenweg heim. Dort stiegen sie auf spektakuläre Weise in einen Kiosk ein, indem sie ein Loch in das Dach schnitten. Dann scheiterten sie jedoch am Bankomaten und mussten ohne Beute flüchten.

Die Täter wollten erst über die Eingangstür in den Kiosk einsteigen, was ihnen jedoch misslang. Danach stiegen sie vermutlich über eine Dachrinne auf das Dach des Vorgebäudes, entfernten die Kunststoffabdichtung samt Isolierung und schnitten ein rechteckiges Loch in die Decke, die aus einer Spanplatte besteht.

Nach Blitzcoup geflohen
Dann kletterten die Unbekannten zum Bankomaten hinab, konnten diesen aber nicht knacken. Da sie wohl wussten, dass bereits der stille Alarm ausgelöst worden war, machten sie sich in Windeseile wieder aus dem Staub. „Wir waren nur zweieinhalb Minuten nach dem Alarm vor Ort, da waren sie schon weg“, sagt der Villacher Polizeichef Erich Londer.

Ganz überraschend kommt für die Villacher Polizei der Coup der Bankomatbande aber nicht - erst am Montag war ein ähnlicher Coup in einer Bankfiliale in eineinhalb Kilometern Entfernung verübt worden (mehr dazu: https://www.krone.at/1740462 ). „Aufgrund unserer Erfahrungswerte war für uns klar, dass wieder etwas passieren kann. Deshalb haben wir schon die letzten Tage intensiv gefahndet, auch beim Einkaufszentrum, aber man kann nicht jeden Bankomaten rund um die Uhr bewachen“, so Londer. Es sei davon auszugehen, dass es sich um die gleiche Tätergruppe handelt, die in der Nacht auf Montag (mit Erfolg) zugeschlagen hatte. Die Spuren werden derzeit abgeglichen.

Bankomatknacker setzten Chlor ein
Auch am Montag sorgte die Bande für Aufsehen: Gegen drei Uhr in der Früh waren Unbekannte in eine Raika-Bankfiliale in der Tiroler Straße eingedrungen. Die Täter konnten einen Bankomaten im Inneren aufbrechen und mit Bargeld in unbekannter Höhe flüchten. Am Einsatzort roch es erst gefährlich nach Gas, die Feuerwehr wurde zugezogen. Es bestand jedoch keine Explosionsgefahr. Die Täter dürften versucht haben, mit Chlor ihre Spuren zu verwischen.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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