Sa, 18. August 2018

Die Pläne und Kosten

17.07.2018 06:30

Der Grazer Augarten wandert in die Mur

In den kommenden Jahren wird das Murufer in Graz massiv umgebaut, um es für die Grazer attraktiver zu machen. Ein Herzstück dieses Wandels ist die Neugestaltung des Augartens. So wird ein Teil des Parks abgesenkt, um einen direkten Zugang zum Wasser zu erhalten. Die ersten Arbeiten starten bereits diesen Herbst. Wir haben alle Details der schwarz-blauen Grazer Rathauspläne zur Augarten-Neugestaltung gesammelt.

Was wird gemacht? Wann erfolgt die Umsetzung und was kostet das eigentlich alles? Der Überblick:

Die Augartenabsenkung: Nördlich des Augartenstegs (Bereich Jugendspielplatz mit Skateranlage und Flying Fox) wird ein 6000 m2 großes Gelände abgesenkt, um direkten Zugang zum Wasser zu schaffen. Der Jugendspielplatz soll ersetzt werden - wo genau, ist noch offen. Der Spielplatz für die kleinen Kinder bleibt jedoch erhalten.

Entstehen soll eine Flachuferzone - mit einem leichten Anstieg der neu geschaffenen Fläche von der Mur in den Park hinein, mit Sitzstufen, einem Arenavorplatz usw. Es sollen ca. 500 m2 neue Wasserfläche entstehen. Der aktuelle Radweg wird aufgelassen und in die St.-Petersburg-Allee verlegt.

Bootsanleger: Eine der fünf geplanten Bootsanlegestellen an der Mur (gefahren werden soll mit E-Booten für 40 bis  70 Personen) ist direkt beim Augartensteg geplant.

Gastronomie, Pavillon: Noch erarbeitet wird ein Konzept für Gastronomie im Augarten bzw. am Wasser. Der Augarten-Pavillon soll künftig stärker genutzt werden (für Musik).

Realisierung: Die soll in mehreren Schritten erfolgen. Ausbaustufe 1 (ab Herbst 2018 bis Dezember 2019) sind Arbeiten am Ufer und die Absenkung des Augartens. Beides muss geschehen, solange die Baustelle für den Speicherkanal noch aktiv ist. Ausbaustufe 2 (ca. ab 2020) - hier geht es um die geplante Gastronomie.

Kosten: 3,4 Millionen Euro sind seitens der Stadt vorerst für die Ausbaustufe 1 veranschlagt. Ob die Energie Steiermark dazuzahlt (die Umgestaltung des Grazer Murufers erfolgt im Zuge des Baus des Murkraftwerks), ist noch offen.

Kritik an Maßnahmen
Seitens der Kommunisten und der Grünen gab es ja bereits Kritik an den schwarz-blauen Augartenplänen. Beide Parteien rufen nach mehr Bürgerbeteiligung. Und beide Parteien kritisieren, dass für die Neugestaltung Bäume gefällt werden müssten.

Bürgerbeteiligung - Instrument zur Verhinderung von Projekten
VP-Bürgermeister Siegfried Nagl lässt diese Kritik nicht gelten: „KP und Grüne sehen die Bürgerbeteiligung in Graz als Instrument, um Projekte zu verhindern. Wir haben die Grazer im Vorfeld nach ihren Ideen und Wünschen für die Neugestaltung des Augartens gefragt, das verstehe ich unter Bürgerbeteiligung.“

Gerald Richter
Gerald Richter

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