Aufregung in Linz

Wirbel um die Busen-Plakate der FPÖ reißt nicht ab

Von vielen Seiten hat die Linzer FPÖ für ihre Sommerkampagne mit den provokanten Bikini-Plakaten Kritik einstecken müssen. Jetzt gibt es auch noch Ärger mit dem Fotomodel und der Miss Austria Corporation. Beide werfen den Freiheitlichen vor, nicht mit offenen Karten gespielt zu haben. Die Blauen dementieren.

„Die Dreharbeiten und das Tätowieren sind in unseren Fraktionsräumlichkeiten über die Bühne gegangen. Dort hängen auch Bilder von FPÖ-Politikern und es ist auch bekannt, dass ich Büroleiter des FPÖ-Vizebürgermeisters Detlef Wimmer und freiheitlicher Kommunalpolitiker bin!“ Sauer reagiert Christian Deutinger auf die Vorwürfe, dass bei der Sommerkampagne die Freiheitlichen dem Model verheimlicht haben sollen, dass es sich um eine Parteiwerbung handelt. Dass das „Versteckspiel“ für die Bevölkerung Teil der erfolgreichen Werbestrategie ist, streiten die Blauen nicht ab.

Das Logo der FPÖ fehlt auf allen Plakaten
Wie berichtet, ist auf den Plakaten Vize-„Miss Oberösterreich“ Diana Seyr im Bikini zu sehen. Auf der Brust trägt sie ein Tattoo mit der Aufschrift „Stolz auf Linz“. Ein Parteilogo der FPÖ ist allerdings nichts zu finden, lediglich ein kaum sichtbares Impressum am Rand des Plakats. Der Eindruck, dass es sich um eine Werbung der Stadt handelt, sorgte für Polit-Hickhack.

Miss Austria Corporation rudert zurück
Wohl auch deshalb rudert jetzt die Miss Austria Corporation zurück. Sie distanziert sich von Kampagne. Der Deal mit Seyr sei zu keinem Zeitpunkt mit dem Unternehmen abgestimmt gewesen. Es habe auch keine Zustimmung oder Einverständnis dafür gegeben. „Eine Befürwortung der Respektlosigkeit an Frauen liegt fern jeglicher Firmenphilosophie, die auf Talententwicklung und Unterstützung fußt. Darüber hinaus ist das Unternehmen überparteilich und neutral, was jegliche Parteiwerbung ohnehin ausschließt“, sagt Geschäftsführer Jörg Rigger.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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