Sommer wieder zu warm

Am Tag der Klimabilanz legten Aktivisten Linz lahm

Oberösterreich
29.08.2025 18:00

Genau an jenem Freitag, an dem Klimalandesrat Stefan Kaineder zur „Klimabilanz zwischen Dürre und Starkregenereignissen“ lud, legten Aktivisten der Extinction Rebellion den Frühverkehr in Linz lahm. Beim Pressetermin betonte Kaineder einmal mehr, dass „wir konsequent Emissionen senken müssen.“

Der Termin konnte nicht (un-)passender sein: Freitagmorgen blockierten Klimaaktivisten bei der Nibelungenbrücke in Linz den Verkehr, um gegen den Bau der A26 zu demonstrieren. Gegen 9.30 Uhr wurde der Protest von der Polizei aufgelöst, die letzten Demonstranten von der Cobra von einer Fußgängerbrücke geschnitten.

„Unterstütze die Maßnahmen nicht“
Zeitgleich startete im Büro von Klimalandesrat Stefan Kaineder (Grüne) eine Pressekonferenz unter dem Motto „Sommer der Extreme in Oberösterreich“. Dort betonte Kaineder zwar, dass er die Maßnahmen der Klimaaktivisten nicht unterstütze, die Bundesregierung diese aber mit falschen oder fehlenden Maßnahmen im Klimaschutz provoziere.

Sommer um 0,9 Grad zu warm
Denn obwohl die Temperatur im regnerischen Juli heuer deutlich unter dem Niveau des Klimamittels von 1991 bis 2020 lag, war auch der Sommer (Juni bis August) um 0,9 Grad zu warm. Im Juni war es zu trocken, Flüsse wie die Traun, Krems oder Mattig trockneten aus. „Das zu sehen, war enterisch. Der Gestank nach toten Fischen und die Tiere, die in den letzten Dümpeln ums Überleben kämpften“, so Kaineder. 

Höchsttemperatur 35,4 Grad in Schärding
Der einmal mehr darauf drängte, Emissionen zu senken, Flächen zu entsiegeln und mehr Grün in den Städten zu schaffen. Dem folgte eine Sommer-Klimabilanz von Alexander Ohms, Meteorologe bei der GeoSphere Austria. „Der Sommer reiht sich auf Platz 8 der 259-jährigen Messgeschichte ein. Am heißesten war es am 2. Juli mit 35,4 Grad in Schärding, der Tiefstwert wurde am 24. August mit -1,2 Grad in Liebenau-Gugu gemessen.“

Es reicht ein Blick in den Garten“
Tropennächte waren im heurigen Sommer die Ausnahme, mit 21 gab es in Braunau und Bad Goisern die meisten Tage über 30 Grad. Was kann der Klima-Experte jenen mitgeben, die an den Stammtischen über den mauen Sommer diskutieren? „Der Blick auf die Statistik ist unbestechlich. Jeder der einen eigenen Garten hat, braucht nur dorthin zu schauen. Früher hat der Flieder zum Muttertag geblüht, jetzt blüht er im April“, so Ohms.

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