So, 23. September 2018

Wirbel in Linz

02.07.2018 16:23

Kampagne der FPÖ erhitzt Gemüter: Sexismus-Vorwurf

Für hitzige Debatten sorgt die Sommerkampagne der Linzer FPÖ. Vor allem das Plakat mit Diana Seyr, der Vize-Miss-Oberösterreich, lässt die Wogen hochgehen. Zu sehen ist nur ihr Oberkörper. Ihr Kopf fehlt ebenso wie das Parteilogo. Erst das Internet verrät, wer hinter der Aktion „stolz-auf-linz.at“ steckt.

In den sozialen Medien gehen die Wogen wegen der FPÖ-Plakate hoch. Von „einfach nur sexistisch“ oder „geschmacklos“ bis „total cool“ driften die Meinungen auseinander. Aber auch im Rathaus gehen die Wogen hoch. SPÖ-Stadtchef Klaus Luger erwartet sich vom Regierungspartner, dass er nachträglich noch das Logo der FPÖ anbringt. „Als Stadt distanzieren wir uns klar von der Kampagne. Persönlich ist die Aktion für mich völlig deplatziert!“

FPÖ-Chef weist Kritik zurück
FPÖ-Stadtparteichef und Stadtvize Detlef Wimmer hält die Kritik für nicht angebracht. „Der Sexismus-Vorwurf ist unpassend. Wir haben Plakate mit Fotos von einem Mann und von einer Frau. Muss sie etwa einen Burkini tragen, dass sich niemand aufregt?“

Schon mehrere Plakate der FPÖ gerieten in Kritik
Die Freiheitlichen handelten sich schon mehrmals mit umstrittenen Werbeaktionen Ärger ein. Bereits 2009 hatte ein FPÖ-Plakat mit dem Slogan „Abendland in Christenhand“ die Staatsanwaltschaft Wien wegen des Vorwurfs der Verhetzung beschäftigt. 2010 sorgten die Salzburger FPÖ-Bauern mit dem Spruch „Reinrassig & Echt“ für Unmut. Der Spitzenkandidat verteidigte das dazugehörige Plakat, dies hätte einen rein landwirtschaftlichen Zusammenhang und habe nichts mit Rassismus zu tun. Im Jahr 2012 trat der Ex-Bürgermeisterkandidat der FPÖ in Innsbruck, der Hotelier August Penz, zurück. Er wurde in der sogenannten Plakat-Affäre wegen Verhetzung angeklagt. Anlass war der Slogan: „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“

Mario Zeko, Kronen Zeitung/krone.at

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