Do, 16. August 2018

Fahrlässige Tötung

10.07.2018 12:14

Kind starb in überhitztem Auto: Mutter verurteilt

Weil der kleine Bub schlief und sie ihn nicht wecken wollten, hatten im August 2017 seine damals 17 Jahre alte Mutter und deren Freund das 20 Monate alte Kind im Auto zurückgelassen. Als der Mann nach Stunden nach ihm sah, war der kleine Bub tot. Er war aufgrund der Hitze, die sich im Wagen entwickelt hatte, ums Leben gekommen. Die Mutter wurde am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen fahrlässiger Tötung zu vier Monaten, ihr Freund zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. 

Die junge Mutter war mit ihrem Freund, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handelt, an einem warmen Sommertag im August von der Steiermark nach Vorarlberg zurückgefahren. Am Nachmittag traf das Paar zu Hause ein, der Bub war zu diesem Zeitpunkt im Kindersitz eingeschlafen. Weil sie ihn nicht wecken wollten, stiegen die beiden alleine aus und ließen das Kind im Wagen zurück.

In der Wohnung schliefen die Mutter sowie ihr Freund dann jedoch selbst ungewollt ein und erwachten erst Stunden später wieder. Der junge Mann ging zum Auto, um nach dem Kind zu sehen und machte eine schreckliche Entdeckung: Er fand den 20 Monate alten Buben nur noch tot im Kindersitz vor.

Bedingte Haft und Geldstrafe
Da die junge Frau zum Zeitpunkt des Unglücks 17 Jahre alt war, gilt für sie das Jugendstrafgesetz. Sie wurde am Dienstag zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt, fasste zudem eine Geldstrafe von 1000 Euro aus. Ihr Freund erhielt zu den fünf Monaten bedingt eine Geldstrafe von 3600 Euro.

Der Richter betonte in seiner Begründung, die beiden hätten damit rechnen müssen, einzuschlafen, wenn sie sich nach einer langen, anstrengenden Fahrt in der Hitze auf das Bett legten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Vorarlberg
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.