So, 16. Dezember 2018

Fahrlässige Tötung

10.07.2018 12:14

Kind starb in überhitztem Auto: Mutter verurteilt

Weil der kleine Bub schlief und sie ihn nicht wecken wollten, hatten im August 2017 seine damals 17 Jahre alte Mutter und deren Freund das 20 Monate alte Kind im Auto zurückgelassen. Als der Mann nach Stunden nach ihm sah, war der kleine Bub tot. Er war aufgrund der Hitze, die sich im Wagen entwickelt hatte, ums Leben gekommen. Die Mutter wurde am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen fahrlässiger Tötung zu vier Monaten, ihr Freund zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. 

Die junge Mutter war mit ihrem Freund, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handelt, an einem warmen Sommertag im August von der Steiermark nach Vorarlberg zurückgefahren. Am Nachmittag traf das Paar zu Hause ein, der Bub war zu diesem Zeitpunkt im Kindersitz eingeschlafen. Weil sie ihn nicht wecken wollten, stiegen die beiden alleine aus und ließen das Kind im Wagen zurück.

In der Wohnung schliefen die Mutter sowie ihr Freund dann jedoch selbst ungewollt ein und erwachten erst Stunden später wieder. Der junge Mann ging zum Auto, um nach dem Kind zu sehen und machte eine schreckliche Entdeckung: Er fand den 20 Monate alten Buben nur noch tot im Kindersitz vor.

Bedingte Haft und Geldstrafe
Da die junge Frau zum Zeitpunkt des Unglücks 17 Jahre alt war, gilt für sie das Jugendstrafgesetz. Sie wurde am Dienstag zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt, fasste zudem eine Geldstrafe von 1000 Euro aus. Ihr Freund erhielt zu den fünf Monaten bedingt eine Geldstrafe von 3600 Euro.

Der Richter betonte in seiner Begründung, die beiden hätten damit rechnen müssen, einzuschlafen, wenn sie sich nach einer langen, anstrengenden Fahrt in der Hitze auf das Bett legten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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