Entnahme gefordert

LWK-Präsident Moosbrugger nimmt Biber ins Visier

Vorarlberg
19.02.2026 15:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

„Biber streicheln ist nett, aber eine Entnahme muss möglich sein“, fordert Vorarlbergs Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger. Neben zu strengen Tierschutzgesetzen sind den Landwirten auch zu viele Kontrollen und Regeln ein Dorn im Auge.

Im Vorfeld der Landwirtschaftskammerwahl sprachen Landeshauptmann Markus Wallner und Agrarlandesrat Christian Gantner (beide ÖVP) mit Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und seinen Mitstreitern über Themen, die den Vorarlberger Bauern unter den Nägeln brennen. Wichtig sei es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass weiterhin hochwertige Lebensmittel in Vorarlberg produziert werden könnten, resümierte Wallner nach dem Gespräch. Es gehe um die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln – und auch mit Energie.

„Keine Ahnung von Landwirtschaft“
Als drittes Handlungsfeld hatte Wallner die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau ausgemacht – und dazu hatte Josef Moosbrugger einiges zu sagen. Der Dornbirner Landwirt drehte, nachdem das Pressegespräch zunächst ruhig dahingeplätschert war, so richtig auf. „Es braucht wieder mehr Hausverstand und mehr Eigenverantwortung. Die Bauern brauchen keine Aufpasser, die keine Ahnung von Landwirtschaft haben. Sie brauchen auch keine Kontrolleure, die ihnen auf die Finger schauen und die Dinge, über die sie reden, nicht leben“, polterte Moosbrugger. „Am Landwirt goht uf d’Söck, dass er fünf Gutachter für alles brucht!“

Josef Moosbrugger hat so seine Probleme mit zu strengen Natur- und Tierschutzgesetzen.
Josef Moosbrugger hat so seine Probleme mit zu strengen Natur- und Tierschutzgesetzen.(Bild: Eva Manhart)

Er habe das Gefühl, dass der Natur- und der Tierschutz oft keine Grenzen hätten – auch wenn gewisse Tiere hohe Schäden anrichten würden. Ein besonderer Dorn im Auge sind Moosbruger offenbar die Biber. „Wenn ein Bauer einen Baum fällt, bekommt er eine Anzeige. Wenn ein Biber reihenweise Bäume fällt, passiert nichts“, echauffierte er sich. Biber streicheln sei nett, aber eine Entnahme der Tiere müsse im Fall der Fälle auch möglich sein!

Bibermanagement soll Probleme lösen
Zumindest bezüglich der Biber versprach Landesrat Christian Gantner eine zeitnahe Lösung. „Nicht nur, wenn Keller überflutet werden, Versicherungen aussteigen und Schäden an Infrastruktur entstehen, brauchen wir einen klaren rechtlichen Handlungsspielraum“, stellte Gantner klar. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit ein Bibermanagement, das Maßnahmen von der Vergrämung bis hin zur Entnahme ermöglichen soll.

Auch das TBC-Problem will Gantner endlich in den Griff bekommen und setzt dabei weiterhin auf höhere Abschusszahlen. „Wir haben gesehen, dass es hilft, den Wildbestand zu reduzieren“, erklärte der Landesrat. Ziel seien gesunde Wild- und Naturtierbestände.

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