Es war der erste Erfolg in Kuusamo nach zwei zweiten Plätzen, aber bereits der insgesamt 16. im Weltcup, womit die ÖSV-Adler nun alleinige Spitzenreiter vor den Finnen, die beim Auftakt mit Comeback-Springer Janne Ahonen Dritte wurden, sind.
Ausgerechnet Schlierenzauer patzte
Die Österreicher hatten bis zum vorletzten Springer klar geführt, doch dann hatte ausgerechnet Weltcupsieger Schlierenzauer Pech, wurde vom Rückenwind schon bei 112,0 m zu Boden gedrückt, nachdem er zuvor bei 142,5 m gelandet war. "Der zweite Sprung war auch nicht so schlecht, aber es hat mich richtig g'fressn", sagte der 19-jährige Stubaitaler. Angesichts von 19 Punkten Rückstand auf Deutschland wagte keiner des Teams mehr an den Sieg zu glauben, doch Doppel-Olympiasieger Morgenstern gelang sein bester Sprung des Tages auf 139 Meter, während Martin Schmitt als Schlussmann nach einem Missgeschick schon bei 123 Metern landete.
ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner hatte doppelten Grund zur Freude. "Es ist schön, wenn man die Saison mit einem Sieg beginnt", meinte der Tiroler, der zur gleichen Zeit bei einer Gala in Wien als Österreichs "Trainer des Jahres" ausgezeichnet wurde. Die Trophäe nahm an seiner Stelle seine Gattin in Empfang. "Das ist ein sehr schöner Tag für mich", freute sich Pointner.
Simon Ammann bester Einzelspringer des Tages
Bester Einzelspringer des Tages war der Schweizer Simon Ammann (144,5/145,5 m) vor dem Polen Adam Malysz (141,5/143,0), der zuvor die Qualifikation für den Einzelbewerb am Samstag verpasst hatte (43./101 m). Dahinter folgte schon Normalschanzen-Weltmeister Loitzl mit 137,5 und 144,5 Meter. Der 29-jährige Steirer, im Vorjahr in Kuusamo hinter Ammann Weltcup-Zweiter, sprang erstmals mit neuem hellblauen Helm mit dem Schriftzug seines neuen Kopfsponsors Victoria Volksbanken.
Der Tourneesieger hat den Umstieg von den Mattenschanzen auf Schnee perfekt geschafft. "Darauf habe ich gehofft, denn mein System funktioniert im Winter einfach besser", erklärte Loitzl. "Das ist schon ein sehr hohes Niveau, obwohl ich noch nicht viele Sprünge absolviert habe. Aber das Gefühl passt einfach."
Alle sechs Österreicher beim Einzelbewerb
Auch in der Qualifikation für den Einzelbewerb am Samstag zeigten die Österreicher starke Leistungen und werden mit allen sechs angereisten Athleten antreten. Pokalverteidiger Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern und Martin Koch hatten ihre Startplätze dank der Top-Ten-Ränge in der Gesamtwertung 2008/09 fix, Andreas Kofler und Manuel Fettner schafften die Qualifikation am Freitagabend souverän. Die zwei Klubkollegen beim SV Innsbruck-Bergisel segelten auf 133,5 (2.) bzw. 121,5 Meter (13.). Bester war der Japaner Noriaki Kasai mit 134,0 m.
Von den fix qualifizierten Springern schaffte der Norweger Anders Jacobsen mit 137,0 Metern vor dem Steirer Loitzl (136,5) die größte Weite. Schlierenzauer (129,5 m), Morgenstern (128,0) und Koch (124,5 m) zeigten ebenfalls gute Sprünge. Der Finne Janne Ahonen hatte bei seinem Comeback nach einjähriger Pause als 18. (117,5 m) keine Mühe, sich zu qualifizieren.








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