Di, 20. November 2018

350-Millionen-€-Deal

02.07.2018 14:45

Das Dorotheum wird zum größten Pfandhaus Europas

Das österreichische Traditions-Haus steht für hochwertige Altmeister-Auktionen und zeitgenössische Kunst. Mit dem Zukauf der Pfandsparte von der Unicredit Italia tritt ein weiterer Bereich in den Vordergrund. Und damit wird der vorwiegend aus Goldbeständen bestehende Pfandleihemarkt stark verändert.

Das Dorotheum, gegründet 1707 von Kaiser Joseph l. als Versatz- und Auktionshaus, blickt auf eine mehr als 300-jährige Erfahrung zurück. Diese wird nun mit der Monte di Pietà, einem italienischen Pfandhaus mit ebenso langer Tradition und Tochterunternehmen der Unicredit, verbunden. Der überwiegende Teil der Pfänder besteht aus Gold, was speziell bei instabilen politischen Verhältnissen große Sicherheit bietet. Aus diesen Goldbeständen erklärt sich auch das hohe Übernahmevolumen von 350 Millionen Euro.

„Italien ist seit jeher ein wichtiger Markt für uns, wir haben Niederlassungen in Mailand und Rom“, hebt Martin Böhm, feinsinniger Kunstexperte und Miteigentümer des Dorotheums, lokales Fachwissen hervor.

Zukauf gemeinsam mit Familie Dichand lange vorbereitet
„Wir planen stets langfristig“, sieht der Südtiroler Unternehmer Lucas Tinzl, Mastermind des Deals und Miteigentümer des Dorotheums, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg in Italien gekommen. Zusammen mit der Familie Dichand, ebenfalls ein Mitgesellschafter, wurde der Zukauf lange vorbereitet.

Dorotheum festigt Position
Das Dorotheum mit drei Standbeinen, Kunstauktionen, Pfand und Juwelier, festigt damit seine Position. Eine Konsolidierung des fragmentierten europäischen Pfandleihemarktes beginnt. Weitere Zukäufe schließt Lucas Tinzl nicht aus.

Kronen Zeitung

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