Di, 21. August 2018

Klangbilder:

20.06.2018 06:50

Suche nach dem verlorenen Paradies

„Herbert Pixner Projekt“ meldet sich mit neuer CD zurück und sorgt im Großen Festspielhaus für elektrifizierende Momente:

Es gibt wohl kaum ein Genre, in dem sich Herbert Pixner, seine Schwester Heidi, der Tiroler Bassist Werner Unterlercher und der italienische Gitarrist Manuel Randi noch nicht ausgetobt haben. Sie experimentieren mit traditioneller alpenländischer Musik, Flamenco, Funk, Gipsy-Jazz oder Blues und haben so einen unverwechselbaren Musikstil erschaffen.

Jetzt scheint sich die vierköpfige Truppe, die sich vor gut 15 Jahren zum Herbert Pixner Projekt formierte, wiederum neu zu erfinden. Mit ihrem Album „Lost Elysion“, das am 27. Juli erscheint, wandelt das Quartett nämlich auf den Spuren von Pink Floyd oder Led Zeppelin, und nimmt uns auf eine surreal, episch-psychedelische Reise ins „verlorene Paradies“ mit.

„Die Idee, neue Klangbilder und ein Konzeptalbum zu einem Thema zu erarbeiten, begleitet uns schon lange. Das Thema, ,Lost Elysion’, also verlorenes Paradies, war schnell gefunden. Schließlich sehnt sich, in einer von sozialen Netzwerken dominierten bzw. kontrollierten und zunehmend konfliktreicheren Welt, jeder nach einem ruhigen Rückzugsort, einem verlorenem Paradies. Auf dem neuen Album geht es uns aber nicht darum diesen Ort, sondern vielmehr die Suche danach, die von Frustration und Zerrissenheit begleitet wird, zu beschreiben!“

Diese inneren Kämpfe kommen aber nicht nur musikalisch zum Ausdruck, sondern werden auch in der ersten Videoauskoppelung „Electrifying Overture“ ausgefochten. Das Quartett scheint in einem Spiegelkabinett gefangen und in einem Art Funk-Rausch gegen die unterschiedlichen Gesichter anzukämpfen.

„Wir haben das Video in den Swarovski Kristallwelten in Wattens produziert, es hat richtig Spaß gemacht. Zugegebenermaßen fällt es ein wenig aus dem Rahmen, denn das Album beinhaltet auch viele ruhige Nummern und natürlich Klassiker wie ,Morgenrot’ oder ,Dirty Kathy’. Allerdings habe ich mir nach 1300 Auftritten einen neuen Opener für unsere Konzertreihe gewünscht“, so der Ausnahmemusiker, der neben der steirischen Harmoniker auch noch Klarinette, Trompete, Flügelhorn, Saxophon oder Tuba spielt.

Die „Electrifying“-Tour, die am 28. Juli in Lunz am See startet, führt den Südtiroler und seine Combo auch nach Salzburg. „Wir werden neben Saalfelden am 12. Oktober im Großen Festspielhaus auftreten. Ich freue mich sehr darauf, zudem es eine ausgezeichnete Akustik sowie einen ganz speziellen Rahmen bietet“, so Pixner, der u.a. auch in der Elbphilharmonie, dem Wiener Konzerthaus oder dem Brucknerhaus für elektrifizierende Momente sorgen wird. Die Bühnenshow wird nämlich von reichlich bewegten Bildern und Projektionen begleitet. „Wenn man das Privileg hat, in den größten und schönsten Konzerthäusern aufzutreten, reicht es nicht mehr nur zu viert auf der Bühne zu sitzen, es braucht eine optische Aufwertung.“

Dass die Musik im Lichtermeer untergeht, darüber braucht man sich aber keine Sorgen zu machen. Denn auch die neuen Nummern zeichnen sich durch den gewohnten Tiefgang und einer Flut an Klangbildern aus.

Tina Laske
Tina Laske

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