Mi, 17. Oktober 2018

Maggies Kolumne

15.06.2018 10:44

Rettet die Meere!

Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Unsere Ozeane waren lange vor uns Menschen da. Das Leben auf diesem Planeten begann im Wasser. Wir Menschen machten uns die Erde untertan und betrachten die sie als unser Eigentum. Wir sind der Ansicht, dass wir sie nach Belieben aufteilen, ausbeuten, zumüllen, aufheizen und versauern lassen dürfen. Solange das Wasser im Urlaub blau ist und wir Meeresfische konsumieren können, ist alles in bester Ordnung.

Doch nichts ist in Ordnung! Unsere Meere sterben! Etwa 80 Prozent davon gelten als überfischt. Die Fische werden in Massen und zu früh gefangen, sodass sie sich nicht einmal fortpflanzen können. Wir schütten Tonnen an Plastikmüll in die Ozeane, der sich zu treibenden, riesigen Inseln formiert. Unfassbare 93 Prozent der Eissturmvögel haben Plastikteile im Magen. Erst vor wenigen Wochen wurden ein gestrandeter Wal und eine Wasserschildkröte entdeckt. Todesursache: Ihre Körper waren voller Plastik. Hinzu kommen Öl, organische Schadstoffe , aber auch Düngemittel aus der Landwirtschaft die mit den Flüssen den Weg in die Ozeane finden. Einem weiteren Problem stellt sich nun sogar die UNO: Lärm! Schiffsverkehr, Militär oder die Suche nach Öl treiben den Lärmpegel in den Meeren in Höhen, die mit dem Start eines Jets vergleichbar sind. Das Resultat: Die gesamte Untersasserfauna leidet. Gehör und damit Orientierungsverlust, niedrige Fortpflanzung oder Strandung der Wale sind die Folge. Ein globales Schutzabkommen, ähnlich dem Pariser Klimavertrag, wäre eine Möglichkeit, unsere Meere noch zu retten - bevor es zu spät ist!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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