Mo, 20. August 2018

Laut Stadträtin Mayr:

12.06.2018 14:01

In Innsbruck keine eigenen Deutschklassen geplant

Innsbruck will sich offenbar bei den von der Regierung ab Herbst geplanten Deutschförderklassen für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch können, quer legen. Wie die frisch gekürte SPÖ-Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr erklärte, habe die Stadtregierung im Koalitionspapier vereinbart, „keine separaten Deutschförderklassen in Innsbruck umzusetzen“. Von ÖVP und FPÖ hagelt es Kritik.

Neben inhaltlichen Bedenken bemängelte Mayr auch die fehlenden Informationen aus dem Bildungsministerium: „Alles umzustellen, dafür fehlt schlicht die Vorlaufzeit.„ Auch der grüne Koalitionspartner hält laut Klubobfrau Renate Krammer-Stark nichts von den separierten Deutschförderklassen: „Das ist der falsche Weg und den werden wir nicht beschreiten.“ Tirols ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader steht den Deutschförderklassen hingegen positiv gegenüber, will aber erst Genaueres sagen, wenn Details aus dem Ministerium vorliegen

ÖVP: „SPÖ solle sich an Gesetze halten!“
Gar nicht glücklich ist die Innsbrucker ÖVP mit der Ankündigung von Mayr, die Deutschförderklassen in Innsbruck nicht umzusetzen zu wollen. Es sei selbstverständlich, „dass sich alle politischen Verantwortungsträger in der Stadt natürlich an alle Gesetze halten“, betont VP-Stadtparteiobmann Vizebürgermeister Franz X. Gruber. Die SPÖ sei offenbar von der „bundespolitischen Oppositionsarbeit instrumentalisiert“ und gönne sich offensichtlich einen „besonders kreativen Interpretationsspielraum“, was das Innsbrucker Koalitionsübereinkommen betrifft.

FPÖ: „SPÖ will keine Integration!“
Scharfe Kritik kam von den Freiheitlichen: „Die linkslinke Stadt-SPÖ ruft öffentlich zum Gesetzesbruch auf. Das ist eine Unverfrorenheit, die wir sicherlich nicht dulden werden“, erklärten Landesparteiobmann Markus Abwerzger und FPÖ-Stadtparteiobmann und Stadtrat Rudi Federspiel in einer gemeinsamen Aussendung. Die SPÖ wolle anscheinend keine Integration, sondern forciere die Bildung von Parallelgesellschaften. Deutschförderklassen seien “ein bildungspolitischer Meilenstein".

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