11.06.2018 07:00 |

Mauschelei am Bau

Schiebung bei 350 Großbaustellen?

Die Baukartell-Causa wird die heimische Justiz noch länger beschäftigen. Wie berichtet, wird gegen 220 Beschuldigte und 60 Firmen ermittelt, die allesamt im Verdacht stehen, den österreichischen Markt zumindest seit 2006 kontrolliert und manipuliert zu haben.

Bei 350 Großprojekten der öffentlichen Hand - darunter sehr viele in Kärnten  - soll es nicht nur Preisabsprachen, sondern auch „Zuckerln“ aus einem gemeinsam befüllten Korruptions-Topf gegeben haben. Jüngste Hausdurchsuchungen sollen also untermauert haben, was mit einem roten Aktenordner aus Kärnten begann: Klagenfurter Steuerfahnder hatten diesen sichergestellt, darin Hinweise auf Preisabsprachen und Bestechung entdeckt und damit eines der größten Kartellverfahren Österreichs losgetreten.

Nebenschauplatz sind nach wie vor Tank-Gutscheine, mit denen Kärntner Beamte „gefüttert“ worden sind - ob es für Korruptionsanklagen reicht, ist noch offen; bei niedrigen Summen als Weihnachtspräsente dürfte es großteils wohl bei Diversionen bleiben.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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