Do, 20. September 2018

Nach Mathe-Desaster

03.06.2018 06:00

Faßmann krempelt die Zentralmatura um

Nach dem Mathematik-Matura-Desaster starten nun die mündlichen Kompensationsprüfungen. Ende Juni sollen alle Ergebnisse sowie eine Analyse, warum es schriftlich gar so viele Nicht genügend gegeben hat, vorliegen. Schon jetzt ist klar: Bei der Mathematik-Zentralmatura bleibt kein Stein auf dem anderen. Bildungsminister Heinz Faßmann krempelt die Prüfung komplett um.

An der Zentralmatura selbst wird nicht gerüttelt, sehr wohl aber an deren Art und Weise. Die Instrumente stehen auf dem Prüfstand, heißt es aus dem Unterrichtsministerium.

Kommission und Beurteilung werden geändert
Derzeit besteht das Gremium, das die Mathe-Matura für ganz Österreich erstellt, aus zehn bis 15 Personen. Durchaus qualifizierte Experten, mitunter aber auch praxisfern. So kann es dann eben vorkommen, dass die schriftliche Matura viel zu text- oder physiklastig, wie dies nun von zahlreichen Schülern und Eltern kritisiert wird, ausfällt. Diese Kommission wird nun genau durchleuchtet und neu aufgestellt.

Neu wird definitiv auch die Benotung. Bisher war es so, dass es ein äußerst simples Schema gab: 0 bedeutet nicht gelöst, eins heißt gelöst. Reine Rechenfehler wurden bei der Mathematura bisher übrigens nicht beurteilt. Dieses Modell wird nun geändert.

Unterstützung für betroffene Schüler
Dem Unterrichtsministerium ist das Matura-Desaster ganz offensichtlich sehr unangenehm. Vor den mündlichen Kompensationsprüfungen, die nun starten, hat das Bildungsressort ein Schreiben an sämtliche Schulen geschickt. Darin wird - für die „gezielte Vorbereitung“ - auf spezielle Übungsbeispiele für die Tests aufmerksam gemacht. Und auch jenen, die nun die Prüfung nicht schaffen und im Herbst noch einmal antreten müssen, will das Ministerium helfen. Mit noch mehr Übungsbeispielen sollen die betroffenen Schüler unterstützt werden.

Hinter vorgehaltener Hand wird im Bildungsressort von einem „gewaltigen Chaos“ rund um die Zentralmatura gesprochen, bereits von Anfang an sei „der Wurm drinnen“ gewesen.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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