Mo, 24. September 2018

Wegen Gewaltdelikte

26.05.2018 19:08

Der Messer-Angreifer muss nun vor Gericht

Derzeit sitzt er in der Justizanstalt Puch-Urstein, am Mittwoch muss er aber ins Landesgericht Salzburg: Jener Syrer (22), der laut Polizei am Dienstag einen Landsmann mit einem Messer in den Bauch stach. Dass er offensichtlich eine Neigung zu Gewalt hat, beweisen zwei Strafanträge. Es geht um Drohungen und Körperverletzungen.

Vor einem Jahr, am 14. Mai, hat der Syrer schon einmal einen Polizeieinsatz ausgelöst: Mit einem türkischen Mittäter soll er einen Mann am Rudolfskai mit dem Umbringen bedroht, dabei die Kehlen-Geste gezeigt haben. Das Opfer sollen sie zu zweit an den Haaren gezogen und geschlagen haben: es wurde dabei leicht verletzt. Eine Woche später - wieder am Rudolfskai - griff der Syrer laut dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft ausgerechnet seinen damaligen Komplizen an. Demnach trat er auf den Türken ein und verletzte ihn am Ellbogen. Danach zückte er noch sein Messer und drohte wieder mit dem Tod.

Und: Am 3. Juni 2017 kam es bei der Bushaltestelle vor der Messe Salzburg zu einer Schlägerei. Der Syrer soll mit zwei Landsmännern drei Personen mit Faustschlägen und Tritten verletzt haben. Ein Opfer erlitt neben Prellungen einen Nasenbeinbruch, ein zweites sogar eine Trommelfellperforation. Wegen diesen zwei Vorfällen muss sich der mutmaßliche Gewalttäter am Mittwoch gegenüber Richter Christoph Rother verantworten. Mit auf der Anklagebank: jener Türke, der beim ersten Faktum Mittäter und beim zweiten Opfer war. Dieser hat übrigens den Syrer laut Strafantrag auch einmal bedroht: mit vier Schüssen aus einer Schreckschusspistole, die er offenbar aus einem fahrenden Auto abfeuerte.

Wie LG-Sprecher Peter Egger bestätigte, ist der Asylberechtigte seit Donnerstag wegen dem Verdacht der absichtlich schweren Körperverletzung in U-Haft. Grund ist die Messerattacke zwei Tage zuvor: Da soll der mutmaßliche Gewalttäter einen Landsmann (31) in den Bauch gestochen haben. Der überlebte dank Not-OP. Von der Tatwaffe fehlt noch jede Spur, heißt es von der Polizei. Doch das Motiv scheint geklärt: 370 Euro Schulden aus Drogengeschäften. So hat der mutmaßliche Angreifer sein Opfer zuvor telefonisch mit dem Tode bedroht, sollte er nicht zahlen. Auch ein weiterer Syrer (19), ein Asylwerber aus dem Flachgau, war in der Bluttat involviert.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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