Neue Kraftwerkszonen

FPÖ setzt in Salzburg jetzt nur auf Photovoltaik

Salzburg
02.02.2026 15:10

Knapp drei Wochen vor Ablauf der Frist am 21. Februar weist das Land Salzburg Beschleunigungsgebiete für erneuerbare Energie aus. Diese sollen künftig neue Projekte schneller möglich machen. Dabei setzt die FPÖ allerdings ausschließlich auf Photovoltaik – und lässt Wind- und Wasserkraft außen vor. 

Beschleunigt wird neben der Autobahn – so oder so ähnlich dürfte das Motto bei der Suche nach auszuweisenden Gebieten für nachhaltige Energie gewesen sein. Die EU fordert diese Flächen, in denen Genehmigungen für derartige Projekte schneller und einfacher möglich sind.

Und genau hier schließt FPÖ-Landesrat Martin Zauner Wasser- und Windkraft bei einem Pressetermin am Montag plötzlich aus: „Wir müssen konkrete Flächen festlegen und daher war die politische Frage, welche Art der Energie wir bevorzugen. Wir haben uns für Photovoltaik entschieden.“ Anders als im Herbst, wo er noch gegen diese Form der Energie aufgetreten ist, habe er seine Meinung geändert: „Das ist ja nichts Ungewöhnliches oder Verbotenes oder Schlechtes.“

Als Beschleunigungsgebiete werden deshalb insgesamt 135 Hektar an Flächen neben der West- und der Tauernautobahn ausgewiesen. Betroffen sind davon Eugendorf, Hallwang, Wals-Siezenheim, Kuchl, Golling, Werfen, Flachau und Zederhaus. Sowohl Eugendorf als auch Flachau bekommen gleich zwei Standorte.

Bauen wird das Land Salzburg selbst allerdings nichts: „Wir haben unsere Pflichtübung gemacht“, so Zauner. Nun hätten die Gemeinden und Grundbesitzer „noch ein Wort mitzureden“ und auch das „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ (EAG) des Bundes ließe noch auf sich warten.

Zauner bei Windpark zuversichtlich
Darüber hinaus sei das Windkraftprojekt am Windsfeld zudem bereits in der Umweltverträglichkeitsprüfung – und das Thema Windkraft in Salzburg damit dann auch erledigt. „Ich bin zuversichtlich, dass das etwas wird“, so Zauner. Zudem sei 2025 das Kraftwerk Stegenwald in Betrieb gegangen und in Golling werde derzeit ein weiteres geprüft.

Auf Unverständnis stoßen die Pläne bei den Grünen. „Anstatt den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, bremst die FPÖ die Energiewende aus“, so Klubobfrau Martina Berthold. Das sorge demnach unter anderem dafür, dass „wir noch weiter am Gängelband von Putin gehalten werden“.

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